Schlagwort-Archiv: Sonnenaufgang

CSI: Wien

Vor knapp einer Woche bin ich wider meines Naturells zeitig aufgestanden, um einen Zeitraffer von der aufgehenden Sonne über Wien zu machen. Aber es hat sich ausgezahlt. Ein idealer Platz hierfür ist der Leopoldsberg. Hier hat man einen perfekten Blick über Wien. Nachdem ich am Vortag den Wetterbericht studiert habe, wusste ich dass es das ideale Wetter für Zeitrafferaufnahmen ist: windig und leicht bewölkt. Leider war es auch saukalt, sodass ich es vermied meine Hände aus den Handschuhen zu nehmen. Da ich aber auch Objektiv wechseln musste bzw. meinen Graufilter aufschrauben musste, bekam ich die Kälte sehr rasch zu spüren. Memo an mich: Wenn es wieder so kalt ist, eines dieser Wärmepads die man knicken kann mitnehmen … :-)

Nachdem ich mit den Zeitrafferaufnahmen fertig war, nutzte ich noch die Gelegenheit von der einzigartigen Stimmung, die mich ein wenig an das CSI: Miami Intro Video erinnerte. Bei Blende 11, 30 Sekunden Belichtungszeit, ISO 100 und 70mm entstand dieses Foto:

CSI Wien

Für alle nicht Wiener noch eine kurze Erklärung was man hier alles sieht. Von links nach rechts:

Alte Donau, Donauturm, Uno City, DC Tower (übrigens aktuell mit 250m der höchste Wolkenkratzer Österreichs), dann die neue Donau, die Donauinsel und die Donau mit ihren vielen Brücken, der Millennium Tower (202m) und ganz hinten rechts die Verbrennungsanlage Simmeringer Haide.

Um die lange Belichtungszeit überhaupt realisieren zu können, musste ich einen Graufilter oder auch ND-Filter genannt verwenden. In diesem Fall einen ND-1000 Filter. Der Filter wird dabei vorne auf das Objektiv montiert und lässt in diesem Fall 1000x weniger Licht durch. Das Ergebnis sind leicht verschwommene Wolken und eine fließende Donau :-)

Aja … bei so langen Belichtungszeiten nicht aufs Stativ vergessen 😉

lg
Euer Michael

Landschaft Sardiniens … und ein paar Sonnenauf- und Sonnenuntergänge

Wie in meinem vorigen Beitrag über Sardinien schon erwähnt, ist die Landschaft hier einfach atemberaubend. Noch dazu hatten wir das Glück, dass nicht nur ständig fades, schönes Strandwetter herrschte, sondern zwischendurch auch das eine oder andere Wölkchen vorbeizog. Das ideale Wetter für einen Fotografen :-)

Zum Glück hatten wir immer unsere „Immer dabei Kamera“ dabei. So konnten wir den einen oder anderen Schnappschuss, welcher sich spontan durch die Laune der Natur ergeben hat, einfangen:

Sardinien_Fotos_Kakteen Sardinien_Fotos_Straße

Und wer sagt, dass Sonnenuntergänge immer nur in perfekten Blau und Orangetönen daherkommen müssen. Hier eine kleine Auswahl meiner Lieblingssonnenuntergänge. Ebenfalls mit der Guckidrucki Kamera entstanden.

Sardinien_Sonnenuntergang_sw_1 Sardinien_Sonnenuntergang_sw_2

Aber wir hatten Gott sei Dank auch richtiges Badewetter, auch wenn der Wind immer allgegenwärtig war. Wäre auch wirklich schade gewesen, wenn wir die weißen Sandstrände mit den türkisfarbenem Meer in ihren Buchten nicht genießen hätten können. Der richtige Fotograf, hat natürlich für jede Situation die passende Kamera. Und für den Strand bietet sich natürlich eine Outdoorkamera an, welche sogar bis 10m wasserdicht ist. Auch wenn ich bei dieser Kamera die manuellen Einstellungsmöglichkeiten sehr vermisst hatte, so hat sie doch sehr beeindruckende Fotos ausgespuckt:

Sardinien_Strand

Und was im Urlaub natürlich nicht fehlen darf sind die guten italienischen Speisen und Getränke.

Sardinien_Essen

Gegen Ende unserer Reise haben sich die Wolken fast gänzlich verabschiedet und so war ich sehr froh, als ich dieses Prachtexemplar beim Sonnenuntergang erwischt hatte:

Sardinien_Wolke

Und für all jene, die vorher sehr enttäuscht geseufzt haben, da sie die Sonnenuntergangsfotos nur in schwarz/weiß betrachten konnten, habe ich mir das Beste und Atemberaubendste noch für den Schluss aufgehoben. Ich bin bei Gott kein Frühaufsteher und am liebsten würde ich erst um 11, halb 12 aus dem Bett kriechen. Aber was tut man nicht alles um einen genialen Zeitraffer zu bekommen. Und da ich für die Zeitrafferaufnahmen schon einmal munter war und in der Früh einfach die genialste Stimmung auf dem menschenleeren Strand herrscht, habe ich mich entschlossen für euch ein paar Schnappschüsse aufzunehmen. Dieses flach einfallende Licht in der Früh, kurz nach dem Sonnenaufgang, ist einfach einmalig.

Sardinien_Sonnenaufgang_1 Sardinien_Sonnenaufgang_2 Sardinien_Sonnenaufgang_3 Sardinien_Sonnenaufgang_4 Sardinien_Sonnenaufgang_5 Sardinien_Sonnenaufgang_6

Zum Schluss meine absoluten Highlights. :-)

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Auf Sardinien habe ich auch den einen oder anderen Zeitraffer gemacht und ich hoffe, dass ich euch diese bald zeigen kann.

Bis dahin genießt euren Urlaub! Und wenn ihr Lust habt, und auch das eine oder andere geniale Sommerfoto geschossen habt, schickt es mir und ich veröffentliche es auf meinem Blog.

lg
euer Michael

Ein Tag auf Kuramathi in 60 Sekunden

Nachdem ich euch in einem meiner vorigen Beiträge bereits die Fotos von Kuramathi gezeigt habe, wollte ich euch die Zeitrafferaufnahmen auch nicht vorenthalten. Die Zeitrafferaufnahme besteht aus 6 komplett unterschiedlichen Sequenzen:

  • Sternenhimmel
  • Sonnenaufgang
  • Strand 1, 2 + 3
  • Sonnenuntergang

Am beeindruckendsten  finde ich den Sternenhimmel, da man hier deutlich die Bewegung der Sterne erkennen kann. He … Moment … welche Bewegung der Sterne??? Der aufmerksame Leser wird es bemerkt haben. Wieso bewegen sich die Sterne bei meinem Zeitraffer? Wie die meisten von euch wissen, bewegen sich die Sterne natürlich nicht wirklich. Diese scheinbare Bewegung der Sterne entsteht durch die Erdrotation und kann mittels einer Zeitrafferaufnahme sehr gut sichtbar gemacht werden. Was mich so fasziniert ist, dass die Sternenhimmelaufnahmen innerhalb von ca. 45 Minuten entstanden sind und man trotz der relativ kurzen Zeit, die Bewegung deutlich erkennen kann.

Nicht weniger beeindruckend und technisch eine viel größere Herausforderung waren der Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Das Problem bei diesen beiden Situation ist die sich stark ändernde Lichtsituation. Da man bei Zeitrafferaufnahmen wenn möglich im manuellen Modus fotografieren soll, um mögliches Flickern zu unterdrücken, steht einem nur ein sehr eingeschränkter Dynamikumfang für korrekt belichtete Bilder zu Verfügung. Grundsätzlich hat man dann zwei Möglichkeiten um trotzdem immer korrekt belichtete Fotos für eine Zeitrafferaufnahme zu machen:

  • manuelles Nachstellen der Belichtung während der Aufnahmen
  • automatik Modus der Kamera auswählen

Ich habe mich sowohl beim Sonnenauf- als auch beim Sonnenuntergang für die „sichere“ Variante, die Zeitautomatik, entschieden. Das hat, wie bereits erwähnt, den Nachteil, dass es zum Flickern kommen kann, da die Kamera vor jedem Schnappschuss eine Belichtungsmessung durchführt und die Belichtung jedes mal neu einstellt. Zum Glück gibt es Tools, die einem hier helfen das Flickern nachträglich zu entfernen (z.B. LRTimelapse). Falls jemand von euch einmal selbst Zeitraffer Aufnahmen machen möchte, kann ich euch meinen Blog Kollegen Gunther Wegner (http://gwegner.de/) sehr ans Herz legen. Er macht nicht nur atemberaubende Zeitrafferaufnahmen, sondern ist auch der Erfinder und Entwickler von LRTimelapse.

So nun wieder zurück zu meinem Zeitraffer :-)

Schlußendlich habe ich dann auch noch 3 Strandaufnahmen gemacht, da man hier natürlich den Flair und das Feeling von der Insel am besten einfangen kann. Genug geschwafelt: Um das Video in voller Pracht genießen zu können, solltet ihr die Qualität auf HD (Zahnrädchen und dann auf 1080P) stellen und in den Vollbildmodus wechseln. So … und hier jetzt das Video:

lg
euer Michael

Kuramathi – Der Traum einer Insel

Unser zweites Ziel in unseren 2. Flitterwochen waren die Malediven – um genauer zu sein Kuramathi Island. Ursprünglich als Erholungs- und Entspannungsurlaub gedacht, konnte ich dann doch nicht ganz von der Fotografie loslassen. Auch zum Leidwesen meiner Frau, denn so war sie auch hier nicht vom Schleppen meiner Kameraausrüstung befreit :-)

Mit den Malediven verbinden die meisten Menschen, exklusives Urlaubsfeeling mit traumhaften Stränden, türkisblauem Meer und eine atemberaubende Unterwasserwelt. Und genau so war es dann auch :-)

Und so stellt man sich den traumhaften Sandstrand und das Meer auf den Malediven vor:

Was das Schnorcheln anbelangt, so waren wir zu Beginn noch etwas vorsichtig und zaghaft unterwegs. Nach einer geführten Schnorchelsafari erkundeten wir das Korallenriff jeden Tag ein bisschen mehr. Ich war total von dieser lebhaften und farbenfrohen Unterwasserwelt begeistert. Zum Glück haben wir uns für diesen Urlaub auch eine Unterwasserkamera (Nikon Coolpix AW100) gekauft, sodass ich euch einen Einblick in die dortige Unterwasserwelt geben kann. Wir haben sogar ein paar Weißkehldoktorfische („Dories“) und Clownfische („Nemos“) entdeckt:

Aber nicht nur die Tiere unter Wasser, haben uns fasziniert. Auch die Tier zu Land und zu Luft zeigten sich von ihren schönsten Seiten. Am Lustigsten sind die Einsiedlerkrebse. Aus dem Augenwinkel sieht man, wie sich unzählige Muscheln langsam über den Sandstrand bewegen und geht man zu nah heran, macht es flutsch und schon sind die Krebse in ihren Muscheln verschwunden. Wenn man dann ein paar Sekunden wartet, kommen zuerst ganz langsam 2 Augen unter der Muschel hervor um die Lage zu checken.

Was wären unsere Flitterwochen ohne unsere Enten und so durften sie an einem unserer Schnorchelausflüge ins tiefe, weite Meer teilnehmen. Die restliche Zeit genossen sie genauso wie wir in der Sonne.

Obwohl wir beide keine Frühaufsteher sind, so darf zumindest ein Sonnenaufgang nicht fehlen. Mit den Sonnenuntergängen war es da schon einfacher.

Wir hatten das Glück, dass am Beginn unseres Urlaubs Neumond war und wir so einen gigantischen Blick in den Sternenhimmel hatten. Wenn man genau hinsieht, kann man sogar die Milchstraße erkennen:

Tipps für euren nächsten Malediven Urlaub:

  • Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor kann nicht schaden.
  • Falls ihr Schnorcheln gehen wollt, nehmt unbedingt ein T-Shirt mit, sodass ihr nicht so wie manch andere Urlaubsgäste auch noch beim Abendessen von alleine leuchtet.
  • Für Fotos unterhalb des Meeresspiegels empfehle ich entweder eine eigene Unterwasserkamera oder ein passendes Unterwassergehäuse für eure Kamera.
  • Für die Nachtaufnahmen (insbesondere die Langzeitbelichtungen für den Sternenhimmel) ist ein Stativ von Vorteil, idealerweise habt ihr jemanden, der euch dieses trägt und aufstellt. :-)
  • Ansonsten empfehle ich euch auch, ein oder zweimal die Kamera zu Hause zu lassen, sodass ihr euch voll und ganz auf die Natur konzentrieren und nicht zuletzt auch eurer Freundin, Frau oder Familie widmen könnt. :-)

Ich hoffe die Fotos und die Infos haben euch gefallen. Wenn ja, würde ich mich über eure Kommentare sehr freuen.

lg
euer Michael

Sonnenaufgang über Wien

Schon seit längerem habe ich ein bestimmtes Foto in meinem Kopf: die Skyline von Wien bei Sonnenaufgang. So kam es, dass ich wider meiner Natur früh aufgestanden bin, um den Sonnenaufgang mitzuerleben. Für dieses Shooting war viel Vorbereitung notwendig.

  • Wo ist der perfekte Ort, um die Skyline inkl. Sonnenaufgang zu sehen?
  • Wann ist der perfekte Zeitpunkt (wann geht die Sonne auf)?
  • Welchen Weg nimmt die Sonne?
  • Wie schnell bewegt sich die Sonne?
  • Wann passt das Wetter?

Nach „monatelanger“ Vorbereitungszeit für meine Expedition, habe ich den perfekten Tag, den perfekten Ort (Fußgängerbrücke beim Milleniumtower) und den perfekten Zeitpunkt (Sonnenaufgang ca. 7:32) gefunden. Innerhalb von ca. 30 Minuten sind mir dann folgende Schnappschüsse gelungen:

Als ich mit den Sonnenaufgangsfotos fertig war, wollte ich eigentlich mein Equipment schon einpacken. Aber dann entdeckte ich die Gänse und Enten am rechten Ufer:

Mein Tipp des Tages:
Falls ihr selbst einmal ein bestimmtes Sonnenaufgangsfoto schießen wollt, ist die Vorbereitung das Wichtigste. Es nützt nichts, wenn ihr euch den perfekten Ort ausgesucht habt, alles aufgestellt habt, und dann geht die Sonne nicht an der gewünschten Stelle auf. Um genau das zu verhindern, kann ich euch die App Lighttrac für IPhone/IPad sehr empfehlen. Für Android gibt es sicher ähnliche Apps. Mit dieser App, sehe ich nicht nur wann die Sonne auf/unter geht. Ich kann sogar ein beliebiges Datum und eine Uhrzeit auswählen und sehe auf einer Karte, welchen Weg die Sonne nehmen wird. Zusätzlich sieht man auch den Höhenwinkel der Sonne:

Meine Fotos sind innerhalb von ca. 30 Minuten entstanden. Während dieser Zeit hat sich die Sonne extrem schnell nach rechts bewegt und – was für mich sehr überraschend war – rasch an Höhe gewonnen. Der Höhenwinkel auf dem ersten Foto betrug ca. 0.3°, beim letzten bereits 4,5°.

lg
euer Michael