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24h in Washington

Eines gleich einmal vorweg: 24h sind für einen Fotografen wie mich eindeutig zu wenig. Es reicht um einen guten Überblick von Washington zu bekommen aber so Spielereien wie Nachtaufnahmen, Zeitrafferaufnahmen oder Zeit um stundenlang vor einer Sehenswürdigkeit zu verbringen bleibt leider keine.

Nach meinem ersten Business Class Erlebnis sind wir mehr oder weniger ausgeruht am Nachmittag am Washington Dulles Airport angekommen.

Wenn man schon nur 24h in Washington verbringt, sollte man sich sein Hotel mit zentraler Lage aussuchen. Für uns war eine gute Anbindung an den Flughafen und an das öffentliche Verkehrsnetz (sprich Metro) wichtig. Dadurch haben wir uns für das L’Enfant Plaza Hotel entschieden, da der Airport Bus seine Endstation direkt vor dem Hotel hatte und man die U-Bahn bequem über einen Aufzug im Hotel erreichen konnte.

Als begeisterter Basketball Fan durfte der Besuch eines NBA Spiels natürlich nicht fehlen. So kam es, dass wir uns nach dem Check-In im Hotel gleich in die Metro in Richtung Verizon Center geschmissen haben. Vor dem Stadion wurde bereits kräftig Stimmung gemacht.

Das Stadion selbst ist einfach gigantisch. Im Gegensatz zum Dukes Castle, wo man aus der letzten Reihe noch einen sehr guten Blick auf das Spielfeld hat, kann man im Verizon Center aus der letzten Reihe kaum mehr den Ball erkennen. Eines muss ich auch noch sagen: Die Stimmung im Dukes Castle ist ohne zu übertreiben, 1000 mal besser als bei einem NBA Spiel. Ein Erlebnis ist es aber alle mal.

Nach dem Match ging es dann wieder zurück ins Hotelzimmer, da wir am nächsten Tag ja früh aus dem Hotel wollten, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Folgende Sehenswürdigkeiten haben wir genau in dieser Reihenfolge besucht:

  • Kapitol
  • Washington Monument
  • Weiße Haus
  • World War 2 Memorial
  • Lincoln Memorial
  • Korean War Veterans Memorial
  • Nationalfriedhof Arlington

Unser erster Weg führte uns gleich zum Kapitol. Eigentlich war es das ideale Wetter und der ideale Ort um eine Zeitrafferaufnahme zu starten, jedoch wurde ich beim Aufbau meines Stativs gleich von einer Aufsicht zurückgepfiffen, da man ohne Genehmigung keine Aufnahme mit Stativ machen darf.

Deshalb ging es weiter zum Washington Monument und dann gleich direkt zum weißen Haus.

Am Weg zum Lincoln Memorial sind wir auch gleich beim World War 2 Memorial vorbeigegangen. Ich muss sagen, die Amis habens das Memorial-Bauen schon sehr gut drauf. Sie geben sich nicht mit einer einfachen Statue zufrieden, sondern gestalten gleich ein ganzes Areal.

Das Lincoln Memorial ist sicher schon 100.000 Mal fotografiert worden und jeder kennt die Frontalaufnahmen von dem „Mann auf dem Stuhl“. Daher wollte ich ihn mal von einer anderen Perspektive ablichten: über eine Detailansicht des Kopfes und eine Seitenansicht.

Noch beeindruckender als das World War 2 Memorial war das Korean War Veterans Memorial. Direkt in einen kleinen Park nebem dem Lincoln Memorial, sind lebensgroße Statuen aufgestellt worden, deren Gesichtsausdrücke die Anstrengungen des Krieges und die Ängste der Soldaten sehr gut nachvollziehbar machen.

Die letzte Station in Washington war für uns der Arlington Friedhof mit seinen berühmten weißen Grabsteinen. Die exakten Reihen von identischen Grabsteinen erinnern so gar nicht an europäische Friedhöfe. Das Fotografieren war hier gar nicht so leicht, weil die Rasenflächen alle abgesperrt sind und das Betreten eigentlich nicht gestattet ist. Trotzdem sind mir glaube ich ganz gute Aufnahmen gelungen, die den Charakter des Friedhofs widerspiegeln.

Nach dem Arlington Friedhof ging es dann direkt zurück ins Hotel und zurück zum Flughafen, wo wir unser Mietauto und den Bruder der Braut abgeholt haben. Aber das ist eine andere Geschichte 😉

Abschließend noch ein paar Tipps für euren nächsten Washington Trip:

  • Um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abzuklappern, reichen 24h. Washington ist jedoch auch für seine Museen sehr bekannt und wenn man auch noch andere Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Pentagon oder das älteste Haus in Georgetown besuchen möchte, sind 2-3 Tage sicher angebracht.
  • Wir sind bei unserer Sightseeing-Tour wirklich alles zu Fuß gegangen, nur für den Weg vom Arlington Friedhof zum Hotel haben wir uns für die Metro entschieden, da uns schon die Füße geschmerzt haben. Wenn ich erneut nach Washington fahre, werde ich mir wahrscheinlich ein Ticket für so einen Touristen „Hop on Hop off“ Bus leisten, da fast vor jeder Sehenswürdigkeit eine dieser Bushaltestellen ist. Das Problem mit der Metro ist, dass sich fast keine der Metrostationen direkt vor den Sehenswürdigkeiten befindet und der Weg von und zu einer Station fast genauso weit wie der direkte Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit ist.
  • Wenn man schon einmal in Amerika ist, und unbedingt ein NBA Spiel hautnah miterleben möchte, macht es sicher Sinn, mehr Geld für Tickets in einen der vorderen Sektoren in die Hand zu nehmen.
  • Jeder weiß, dass die Amerikaner nicht unbedingt für eine solide Bauweise bekannt sind. So kam es, dass die Fenster in unserem Hotel nicht ganz dicht waren und wir im 11. Stock den Straßenlärm ganz gut mitbekommen haben. Daher meine Emfpehlung: Oropax mitnehmen.
  • Jeder sollte einmal in seinem Leben Business Class geflogen sein :-)

lg
euer Michael

Dubai – Die Stadt der Wolkenkratzer

Wie die meisten meiner Leser wissen, haben wir die letzten zwei Wochen unseren zweiten Teil der Flitterwochen in Dubai und auf den Malediven verbracht. Als angehender Profifotograf :-) war ich natürlich schon sehr auf Dubai und seine architektonischen Wunder gespannt. Und so kam es, dass ich mich zum ersten Mal mehr über unser Reiseziel informiert habe, als meine liebe Gattin, welche normalerweise unseren Urlaub immer vorausplant.

Da uns auf Dubai lediglich 2 Tage zu Verfügung standen, mussten wir unsere Zeit sehr gut einteilen. So kam es, dass wir jeweils 12h unterwegs waren, und wir den Erholungsurlaub auf den Malediven sehr gut gebrauchen konnten … dazu aber in meinem nächsten Blogeintrag dann mehr :-)

Mich persönlich, hat Dubai unter anderen so fasziniert, da egal wo man hinschaut, man immer eine moderne Skyline vor den Augen hat. Umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass vor ein paar Jahren, eigentlich überall noch Wüste war.

Wenn man Dubai besucht, darf man natürlich auch nicht eines der wichtigsten Wahrzeichen auslassen. Den Burj al Arab. Eines der luxuriösesten Hotels in Dubai, welches wie ein Segel aus dem Meer herausragt:

Ein Besuch auf den zahlreichen Souks darf natürlich auch nicht fehlen. Wir waren unter anderem auf dem Gewürz-Souk, wo es nicht nur intensiv nach allen möglichen Gewürzen riecht, sondern welcher auch extrem farbenfroh und schön anzusehen ist.

Ebenfalls beeindruckend, war der Fluß (Dubai Creek), welcher Dubai in zwei Stadtteile (Bur Dubai und Deira) teilt. Um den Fluß überqueren zu können, gibt es kleine Boote (Abras). Diese kreuzen den Fluß an mehreren Stellen. Eine Fahrt kostet 1 Dirham (~20 Cent) und gehört einfach zu einer Dubai Besichtigung dazu. Natürlich konnten wir auf unseren Flitterwochen unsere Enten nicht zu Hause lassen, und so kam es, dass wir sie am Creek einmal Dubai Luft schnappen ließen. :-)

Der, im wahrsten Sinne, Höhepunkt unseres Dubai Reise war der Besuch des weltgrößten Gebäude Dubais … der Welt … des Universums 😉 Zugegeben, als ich den Burj Khalifa das erste Mal aus der Entfernung sah, war ich doch etwas enttäuscht. Aus der Ferne betrachtet, ragt der Burj Khalifa recht schmal und unscheinbar zwischen mehreren Wolkenkratzern heraus. Wenn man jedoch davor steht, wird einem erst bewusst, was für ein archtektonisches Meisterwerk hier vor einem 828 Meter in die Höhe ragt. Dank meiner Recherche und meiner Vorbestellung der Karten, konnten wir sogar die atemberaubende Aussicht von der Aussichtsplattform (ca. 452m) über ganz Dubai genießen.

Abschließend noch ein paar Tipps, falls ihr selbst (oder Freunde von euch) vorhabt Dubai in den nächsten Tagen, Monaten oder Jahren zu besuchen:

  • Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören: Burj Al Arab, diverse Souks (Gewürz, Gold, …), eine Fahrt mit dem Abra und der Besuch des weltgrößten Gebäudes den Burj Khalifa.
  • Falls ihr auf die Aussichtsplattform des Burj Khalifas möchtet, empfehle ich euch online unter http://www.burjkhalifa.ae/ bereits die Karten zu kaufen. So erspart ihr euch erstens das Anstellen an der langen Warteschlange und zweitens ist es um 50% günstiger.
  • Am Abend ab ca. 19 Uhr ist halbstündlich direkt vor dem Burj Khalifa eine gigantische Wassershow. Leider wird immer nur ein Lied gespielt und danach ist für 30 Minuten wieder Pause. Daher empfiehlt es sich, irgendwo einen Platz auf einer Terasse zu suchen. Wir haben den guten Tipp bekommen, in Joes Cafe in der Dubai Mall zu gehen. Es ist zwar etwas teurer, dafür hat man dort aber einen perfekten Blick auf das Wasserspektakel, da es sich im 2. Stock befindet.
  • Ebenfalls ein Erlebnis ist die fahrerlose U-Bahn.
  • Nicht zu vergessen sind natürlich die Einkaufhäuser (Dubai Mall oder die Mall of the Emirates mit der Skihalle).
  • Für Kinder und Wasserratten klingen der Aquaventure Water Park beim Hotel Atlantis auf der „Palme“ bzw. der Wild Wadi Water Park vor dem Burj Al Arab sehr interessant. Leider konnten wir keines der beiden besuchen, da uns nur zwei Tage zur Verfügung standen.
  • Auch sehr interessant sollen die Ausflüge in die Wüste inkl. anschließendem Abendessen sein. Sie sollen zwar etwas touristisch sein, aber angeblich kann man hier wunderbar den Sonnenuntergang genießen.
  • Was man natürlich nicht vergessen sollte, ist, dass es sich bei Dubai um ein muslimisches Land handelt und man sich als Gast auch dementsprechend an die dortigen Verhältnisse anpassen sollte. Das heißt für Frauen (und auch für Männer) keine aufreizenden Kleider sowie kein wildes Herumgeknutsche in der Öffentlichkeit :-)

Stay tuned … der 2. Blogeintrag über unsere Flitterwochen auf den Malediven folgt demnächst.

lg
euer Michael