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Glück schenken!

Langsam aber sicher, kehrt auch bei uns der Weihnachtsfrieden ein. Der Stress der letzten Wochen und Monate lässt nach und man kann sich wieder auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben besinnen. Zeit für mich, auch mein heuriges Jahr noch einmal in Ruhe Revue passieren zu lassen. Und wenn ich mich so an das heurige Jahr zurück erinnere, so ist mir ein Ereignis ganz besonders in guter Erinnerung geblieben. Ich habe es schon mehrmals erwähnt und ich denke, dass jetzt die richtige Zeit des Jahres gekommen ist, um das Erlebte mit euch zu teilen.

Durch meine Schwester habe ich von der Initiative „Glück schenken“ (http://www.glueck-schenken.at/) erfahren, einer Initiative für Familien mit behinderten Kindern, die unter anderem einmal im Jahr eine sogenannte Intensivwoche in Lignano organisiert und finanziell unterstützt.
Dem Außenstehenden ist oft nicht bewusst, welche Anstrengungen die Pflege behinderter Kinder mit sich bringen. Eltern leisten dabei Großartiges und ebenso die gesunden Geschwisterkinder, die sehr oft ihre Bedürfnisse hintenan stellen müssen. Aus diesem Grund wurde die Intensivwoche in Lignano ins Leben gerufen, bei der Kindern mit Beeinträchtigung eine Rundum-Betreuung und Therapieangebote zur Verfügung gestellt werden, aber auch die Geschwisterkinder ein eigenes Rahmenprogramm bekommen und die Eltern die Möglichkeit haben sich untereinander auszutauschen. Als ich davon hörte, kam in mir sofort der Wunsch auf, diese Kinder und ihre Familien für ein paar Tage fotografisch begleiten zu wollen.

Gesagt getan: Ich habe bei der Projektleiterin Frau Dr. Baumgartner angefragt und nach einem persönlichem Kennenlernen in Linz, gab sie mir die Möglichkeit für 3 Tage die Familien in Lignano zu begleiten.
Für mich war das eine ganz neue Erfahrung. Ich selbst hatte bisher eigentlich noch keinen intensiven Kontakt zu Kindern mit Behinderung und wusste daher auch nicht so recht, was mich in diesen Tagen erwarten würde. Dementsprechend aufgeregt war ich auch.

Es ist wirklich schwer zu beschreiben, was ich in diesen 3 Tagen erleben durfte. Ich versuche es trotzdem. An der Woche sind mehrere Personen beteiligt. Da sind zum einen natürlich die Eltern, die Kinder mit Behinderung, die Geschwisterkinder, die Ärzte und die Kinderbetreuer. Die Kinderbetreuer sind allesamt im Alter zwischen 18 und 24 Jahren und opfern eine ihrer Ferienwochen um sich um die Kleinen zu kümmern. Wenn man es selbst nicht gesehen hat, kann man sich nicht vorstellen mit welchem Engagement und Hingabe diese jungen Menschen sich um „ihre Kinder“ kümmern, während die Eltern sich untereinander austauschen können oder in Gruppengesprächen mit den Ärzten über alles sprechen können, dass sie beschäftigt.

Ich freue mich, dass ich euch ein paar Impressionen von der Intensivwoche in Lignano zeigen darf. Für mich waren es auf alle Fälle sehr emotionale und auch sehr lehrreiche Tage, die ich als Fotograf mit allen Beteiligten verbringen durfte.

Jeden Vor- und Nachmittag war die Zeit für den Strand reserviert. Alle Beteiligten haben diese Zeit sichtlich genossen :-)

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In der Ferienanlage gab es sogar einen eigenen Wasserfunpark mit vielen Rutschen, welche nicht nur den Kindern, sondern offensichtlich auch den Kinderbetreuern und natürlich auch den Vätern, Müttern und Gescwhistern viel Spaß machte.
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Eine Kinderdisco durfte natürlich auch nicht fehlen. Und ich war nicht nur dabei sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes mittendrin. :-)
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Die Kinderbetreuer waren echt super und um es mit den Worten eines Elternteils zu sagen: „Solange es solche jungen Menschen gibt, brauchen wir uns keine Sorgen um unsere Zukunft machen.“
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Während die Kinder ihren Vormittag am Strand verbrachten, nutzten die Eltern die Zeit um in Kleingruppen Themen anzusprechen die sie beschäftigen.
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Und einmal durfte ich sogar aktiv an einer Männerrunde teilnehmen. Das waren für mich sehr berührende, emotionale aber auch traurige Momente, wenn man als Außenstehender Einblick in das Privatleben anderer Menschen bekommt, die es oft sehr schwer haben.
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Am Ende der Woche nutzte ich noch einmal die Chance um mit den Eltern der Kinder zu sprechen. Das Feedback der Eltern zu dieser Woche war durchgängig positiv. Für viele war es der erste richtige Urlaub seit langem und für alle war es wieder eine Zeit um Kraft für die nächsten Monate zu sammeln. Wenn man nicht selbst mit ihnen gesprochen hat, ist das ganz schwer zu beschreiben und zu begreifen, wie dankbar diese Menschen für diese paar Tage sind – auch wenn es kein Urlaub ist, so wie wir es kennen.

lg + frohe und besinnliche Weihnachten
wünschen euch Marie & Michael

PS: Sollte der eine oder andere von euch noch auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk sein, gibt es eigentlich nichts besseres, als wenn man sich mit dem einen oder anderen Euro an diesem einzigartigen Projekt beteiligt http://www.glueck-schenken.at/. Es wäre toll, wenn mir der eine oder andere dann auch kurz schreiben würde, wenn er durch meinen Artikel den einen oder anderen Euro gespendet hat, damit diese wunderbare Idee auch noch in Zukunft vielen Familien eine Woche „Urlaub“ bescheren kann.

Der geräucherte Prüfling und warum man nicht immer über die ÖBB schimpfen darf

Hallo meine treuen Leser. In der letzter Zeit ist es ein wenig ruhig um meinen Blog geworden. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich mich derzeitig intensiv auf die ersten Teile meiner Meisterprüfung vorbereite.

Heute stand das erste Modul auf dem Programm. Und zwar handelt es sich dabei um den schriftlichen Theorieteil wo Fachkunde und Fachrechnen abgeprüft wurden. Da die Prüfung im wunderschönen (aber leider verregneten) Innsbruck stattfand, habe ich nun endlich wieder ein paar Stunden Zeit mich, während meiner Zugfahrt von Tirol nach Wien, mit dem Blog zu beschäftigen.

Wie so oft bei schriftlichen Prüfungen, erfährt man das Ergebnis nicht sofort sondern erst in ein paar Wochen. Aber vom Gefühl her würde ich sagen es passt. 😉

Aber unabhängig vom Ergebnis kann ich eines schon mit Sicherheit sagen: allein durch das Antreten und damit verbunden mit der intensiveren Auseinandersetzung mit den Themen, habe ich wieder einiges dazugelernt.

In Kürze folgt dann der 3-tägige Praxisteil. Dazu dann aber mehr, wenn ich euch auch ein paar „Meisterstücke“ präsentieren kann.

Normalerweise würde jetzt an dieser Stelle eine Hotelempfehlung kommen, aber in letzter Zeit habe ich was die Hotelwahl betrifft etwas Pech. Das Zimmer war der Preiskategorie entsprechend, das Frühstücksbüffet sehr gut (yeah, es gab Nutella und weiche Eier=beste Voraussetzungen für eine perfekte Hotelbewertung). Auch der Mann am Empfang war sehr nett und hilfsbereit. Doch was hat mich dann so gestört, dass ich keine Empfehlung abgeben möchte?

Als ich das Zimmer betrat, kam mir sofort ein beißender Zigarettengeruch entgegen. Mich persönlich stört das sehr und was mich ja noch mehr verwundert hat, war die Tatsache, dass es sich um ein Nichtraucher Hotel handelte. Ich, flugs zurück zum Empfang um nachzufragen ob es noch ein anderes Zimmer gäbe. Der Mann am Empfang sehr erstaunt über den Rauchgeruch aber bemüht eine Lösung zu finden. Bis hierher ist auch noch alles in Ordnung. Leider gab es kein freies Zimmer mehr woraufhin er die ?Chefin? des Hauses anrief und fragte, was er nun tun solle.

Gemeinsam mit dem netten Herrn vom Empfang gingen wir auf das Zimmer. Auf halben Weg öffnet sich hinter uns eine Tür. Ich hörte wie uns eine Frau mit wütenden Schritten folgte und hinter uns herstapfte. Nach einem forschen „Grüß Gott“ (ganz untypisch für Tiroler) betraten wir nun zu dritt das Zimmer. Daraufhin versuchte sie mir dann ernsthaft einzureden, dass der Geruch nicht von einem Zigarettenrauch, sondern von Kleidung von einem Raucher stammte.

Für mich war die Sache damit gegessen. Anstatt sich zu für die unangenehme Situation zu entschuldigen, sich mit billigen und an den Haaren herbeigezogenen Ausreden rauszureden ist für meinen Geschmack zuviel.

Der nette Herr vom Empfang brachte mir dann noch einen Antirauchspray (warum es in einem Nichtraucherhotel so etwas gibt hat mich dann doch etwas gewundert) mit dem ich mehr oder weniger erfolgreich Rosenduft in meinem Zimmer verstreute.

Bevor ich mich dann noch mehr in die Sache hineinsteigerte, nutzte ich die überschüssige Energie zum Wiederholen der Theorie.

Eines möchte ich auch noch sagen. Gott sei dank sind alle andere Tiroler, die mir sonst noch auf der Reise begegnet sind überdurchschnittlich freundlich und hilfsbereit.

So. Diesmal mehr Schrift und weniger Bilder. Muss auch mal sein. 😉

Bis bald
euer Michael

PS: Auch wenn ich es nur ungern zugebe, aber das zusätzliche Service und der Komfort den man in einem Erste Klasse Abteil der ÖBB bekommt ist seine 10€ definitiv Wert. 😉

Ist CSR auch für Einzelunternehmer möglich?

Vor ein paar Tagen, habe ich auf Facebook schon einmal über das Thema CSR (Corporate Social Responsibility), was übrigens viel cooler klingt als Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung,  geschrieben. Dort war ich auf der Suche nach möglichen Wegen, wie ich als Fotograf CSR aktiv ausüben kann.
Was ist überhaupt CSR? Dazu gibt es einen nettes kleines Video:
Ich bin der Meinung, dass jeder, sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben, die Verantwortung hat, Verantwortung zu übernehmen. Durch den Weg in die Selbstständigkeit rückt dieses Thema aber noch einmal mehr in den Mittelpunkt. Das Thema ist nicht gerade einfach und gerade als Fotograf bin ich auf der Suche nach konkreten Maßnahmen im CSR Bereich. Also falls jemand von euch gute Ideen hat, welche Maßnahmen ich in Zukunft umsetzen könnte, würde ich mich sehr über eine offene Diskussion freuen.
Auf Facebook habe ich auch schon die ersten Tipps bekommen, wie sich CSR als Fotograf umsetzen lässt. Da wären zum Beispiel:
  • Du könntest Dein Können für karitative Zwecke anbieten.
  • Durch Fotoserien auf aktuelle Probleme hinweisen und diese veröffentlichen.

Auch mir kam schon früher einmal die Idee, meine Zeit als Fotograf für karitative Zwecke zur Verfügung zu stellen. Ich war lange auf der Suche nach einem Projekt, welches mich anspricht. Eher mehr durch Zufall hat es sich ergeben, dass ich auf das Projekt „Glück schenken“ aufmerksam geworden bin. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde bei Fr. Dr. Baumgartner waren wir uns einig, dass ich ein paar Tage auf der Intensivwoche in Lignano fotografieren werde.

Das Projekt der INTENSIVWOCHEN zielt darauf ab, Familien, deren Lebensumstände durch die Behinderung eines oder mehrerer Kinder sehr belastend sind, in Form einer Projektwoche zu unterstützen und zu begleiten.

Ich freue mich schon sehr auf diese Zusammenarbeit und ich hoffe, dass ich euch auch das eine oder andere Foto hier zeigen kann.

Wer mehr über das Projekt „Glück schenken“ erfahren möchte, oder vielleicht sogar eine Kleinigkeit spenden möchte, dem empfehle ich die Homepage.

Und sollte es jetzt noch immer jemanden geben, der nicht sicher ist, wie die Antwort auf die Frage „Ist CSR auch für Einzelunternehmer möglich?“ lautet: Ja natürlich. Denn das Thema bietet so viele verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung, dass eigentlich jeder seinen kleinen Beitrag zu mehr Verantwortung leisten kann.

lg
euer Michael

Nach der Ruhe kommt der Sturm …

Wie die treuen Leser unter euch sicher bemerkt haben, ist es in letzter Zeit etwas ruhiger um „michaelfotografiert.com“ geworden. Das liegt weder daran, dass mir die Ideen ausgegangen sind, noch dass mir die Lust am Schreiben/Fotografieren vergangen ist. Im Gegenteil. Aktuell wandert jede neue Idee in eine Warteschlange und wartet nur darauf wieder hervorgeholt zu werden.

Der Hauptgrund liegt darin, dass ich mich als Fotograf (genauer genommen als Pressefotograf und Fotodesigner, so heißt nämlich das Gewerbe), teilselbstständig gemacht habe. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, ist mir die Entscheidung nicht leicht gefallen. Niemand gibt einen gut bezahlten und spannenden Job so leicht auf. Allerdings ist die Fotografie für mich mittlerweile mehr als nur ein Hobby geworden. Man kann sagen, dass das Fotografieren meine große Leidenschaft ist. Und dafür sind mir die Wochenenden schlicht und einfach zu wenig. Es fehlte bis jetzt immer die Zeit, um alle meine Ideen umsetzen zu können. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, den Schritt zu wagen und die Stunden in meinem Job zu reduzieren sodass ich mich mehr der Fotografie widmen kann. Es ist einfach wichtig, sich selbst treu zu bleiben und das zu machen, was einem am meisten Spaß macht. Und das ist für mich die Fotografie!

Die Hochzeitsfotografie ist davon nach wie vor meine größte Leidenschaft. Es gibt nichts schöneres, als ein Hochzeitspaar an ihrem Hochzeitstag vom Anfang bis zum Ende zu begleiten. Diese Freude, die an diesem Tag von dem Hochzeitspaar, von den Eltern und den Gästen versprüht wird, ist unvergleichlich. Doch bevor ich mich dieser Leidenschaft widmen kann, muss ich noch einige Hürden auf mich nehmen. Die größte dieser Hürden ist die Meisterprüfung, die ich im Herbst in Angriff nehmen werde. Das verspricht viele spannende Blogeinträge, da ich von der Portraitfotografie, über Werbeaufnahmen und Lebensmittelaufnahmen bis hin zu Architekturfotografie noch einiges lernen muss und euch an diesem Lernprozess teilhaben lassen möchte. Für das eine oder andere Shooting brauche ich auch sicher noch ein Model und ich würde mich freuen, wenn ihr mich auf meinem neuen Abenteuer begleiten würdet.

Bis Bald!

Vor der Ruhe

lg
Euer Michael