Kategorie-Archiv: Reisen

Pfadfinder und Fotografen haben eines gemeinsam

Nein … nicht „Jeden Tag eine gute Tat“. Sondern „Allzeit bereit“. Nachdem wir uns einen schönen Skitag auf der Tauplitz gönnen wollten, das Wetter aber nicht auf unserer Seite war, musste ein Ersatzplan herausgearbeitet werden. Ich als alter Pfadfinder, nahm sofort die Planung für den heutigen Ausflug in Angriff. Da unser Hotel (Mondi-Holiday Hotel, übrigens sehr zu empfehlen) direkt am Grundlsee gelegen ist, und ich meine Fotoausrüstung in weiser Voraussicht mitgenommen hatte, bot sich eine Umrundung des Grundlsees an.

Nachdem der Grundlsee laut meinen Informationen ca. 6km lang und knapp 1km breit ist, beträgt die zurückzulegende Strecke (6+1)x2 km = 14km. Bei einer anzunehmenden Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 5km/h ergibt das nach Adam Riese theoretisch 3 Stunden. Wobei hier schon ein kleiner Puffer für eine kurze Verschnaufpause mit eingerechnet ist.

So machten wir uns um ca. 10:17 Ortszeit von unserem Hotel (MONDI-HOLIDAY HOTEL), welches übrigens sehr zu empfehlen ist, auf. Aufgrund der kurzen Wegstrecke verzichteten wir freiwillig auf jeglichen Reiseproviant und stürzten uns ins Abenteuer.

Grundlsee 1Seit dem Hotel hatten wir keine Menschenseele mehr erblickt. So schlenderten wir einsam in der verlassenen Landschaft herum. Nach der ersten anstrengenden Bergetappe entschlossen wir uns um 10:27 eine erste kurze Pause einzulegen. Schon jetzt bereuten wir, auf unser Reiseproviant verzichtet zu haben.

Grundlsee 2

Aber jetzt gab es kein zurück mehr. Da wir ja schon so gut wie um den See waren und wir im Notfall auch frisches Wasser aus den reißenden Flüssen trinken könnten, entschieden wir uns, unseren Weg über Steine und durch die reißenden Flüsse fortzuführen.

Grundlsee 3Nachdem wir das erste Waldstück hinter uns gelassen hatten, konnten wir einen traumhaften Ausblick auf den See genießen.

Grundlsee 4Grundlsee 5

Auf dem Rückweg entdeckte ich dann unser Traumhaus und unseren Lebensbaum. Ja Rückweg … ich weiß … eigentlich hat eine Runde gar keinen Rückweg. Aber nachdem wir ca. 1 1/2 Stunden nach dem Startschuss laut Google Maps erst ein Viertel des Sees erkundet hatten, ordnete ich einen taktischen Rückzug an. Mir war es einfach zu riskant, ohne Proviant und offensichtlich mit gefälschten Landkartendaten, das Abenteuer Grundlseeumrundung fortzusetzen.

Grundlsee 6

Dennoch kamen wir planmäßig 3 Stunden um exakt 13:14 nach unserem Aufbruch nur leicht durchnässt und frohen Schrittes wieder in der Basisstation an.

Das Ergebnis des Hinspiels lautet daher:

Grundlsee 1 : Team Michael 0

Aber uns hat es hier so gut gefallen, dass wir vielleicht noch einmal vorbeikommen um unsere Umrundung zu Ende zu bringen. So einfach geben wir uns nicht geschlagen. Ob das in 3h Stunden möglich ist, oder ob ich meine Schätzung doch noch korrigieren muss, sei für heute einmal dahingestellt. :-)

Für alle die noch ein paar Tipps erwartet hatten:

  • Die Belichtungsmessung der Kamera lügt euch an, wenn es darum geht, große weiße Fläche, wie z.b. eine mit Schnee bedeckte Wiese zu fotografieren. Würdet ihr mit der vorgeschlagenen Belichtung arbeiten, wäre das Ergebnis ein graues Bild. Um dem entgegen zu wirken, könnt ihr das Foto absichtlich 1-2 Blendenstufen überbelichten. So bekommt ihr ein schneeweißes Foto.
  • Ein Regenschirm ist nur bedingt zum Fotografieren geeignet.
  • Traue niemals Adam Riese. 😉

lg
Euer Michael

Die Straßen Bratislavas

In letzter Zeit versuche ich immer öfters in Serien zu denken und zu fotografieren. So habe ich mich bei meinem letzten Bratislavaaufenthalt dazu entschlossen, das Thema „Straßen“ herauszugreifen. Dabei sind folgende Fotos entstanden:

Straßen_Bratislavas_1 Straßen_Bratislavas_2 Straßen_Bratislavas_3 Straßen_Bratislavas_4 Straßen_Bratislavas_5

Ich habe mich für eine schwarz/weiß Umwandlung entschieden, weil ich die Strukturen, Formen und Linienführung besonders hervorheben wollte. Obwohl an dem Tag keine Sonne geschienen hat und es teilweise sogar geregnet hat, hat sich der Ausflug definitiv gelohnt. Das zeigt wieder einmal mehr, dass es kein schlechtes Wetter fürs Fotografieren gibt (nur schlecht angezogene Fotografen) :-).

lg
Euer Michael

Oh du schönes Wien

Ich bin ja der Meinung, dass man sich viel zu selten mit der eigenen Kultur und mit den eigenen Sehenswürdigkeiten auseinandersetzt. Oft reist man um die halbe Welt und das Naheliegende interessiert einen gar nicht so. Aus diesem Grund haben wir einmal ein paar Stunden freigenommen und haben als Touristen jene Stadt erkundet, in der unser tägliches Leben stattfindet: WIEN.

Da das trübe Herbstwetter leider keinen Weitblick erlaubte, haben wir uns für eine Runde mit der gelben Vienna Ring Tram entschieden. Diese Fahrt ist absolut empfehlenswert, insbesondere wenn man sich die Sehenswürdigkeiten mit Audiokommentaren im Wiener Dialekt, gesprochen von „Mundl“ (alias Karl Merkatz), erklären lässt.

Am Nachmittag war das Wetter dann sogar ein wenig besser, weshalb wir das Wiener Wahrzeichen schlechthin doch besuchten: Das Wiener Riesenrad

Die Fotos aus und vom Wiener Riesenrad sind genau nach Sonnenuntergang und somit zur blauen Stunde entstanden. Daher auch diese interessante Mischlichtsituation. Einerseits der kühle Ton und der blaue Himmel andererseits schon der warme Ton durch die Lichter der Großstadt.

lg
Euer Michael

Urlaub am Lago di Garda

Sollte ich wieder einmal Urlaub am Gardasee machen, würde ich es zeitlich so legen, dass ich wieder beim „Serata suoni e sapori antichi“ in Limone sul Garda dabei bin. Bei diesem Event, handelt es sich um einen traditionellen Abend mit landestypischen Klängen und Geschmäckern. Das Ganze ist so, dass man bewaffnet mit einem Plastikteller, Besteck und einem Sektglas einen Rundwanderweg durch ganz Limone macht und sich während Livemusik kulinarische Köstlichkeiten aus der Gardasee Region schmecken lässt. Insgesamt waren es 16 Stationen und am Ende trafen sich alle vor dem Rathaus, wo bis 1 Uhr in der Nacht noch richtig Party gemacht wurde 😉

Der Gardasee hat für jeden etwas zu bieten: Wenn man faul ist, kann man direkt zum See gehen und sich sonnen lassen. Wenn man sportlich sein möchte, kann man sich ein Mountainbike ausborgen und eine der vielen Mountainbike-Strecken nutzen oder man wandert einmal auf einen der umliegenden Berge. Sollte das Wetter einmal nicht so passen, kann man die Städte rund um den See mit der Fähre erkunden.

Unsere sportliche Aktivität hat sich auf einen Wanderausflug beschränkt 😉 Nach ca. 3 1/2 Stunden erreichten wir den Gipfel und wurden mit einem traumhaften Ausblick über den Gardasee belohnt. Das kleine Dorf rechts unten ist Limone :-)

Wie der Name schon vermuten lässt, spielt die Zitrone eine wichtige Rolle in der Geschichte von Limone. Aber abgesehen von den vielen Zitronengeschäften und den Zitronengärten, gibt es in Limone auch noch einiges mehr zu sehen. So bieten nicht nur die Olivenhaine sondern auch das Zentrum von Limone mit seinem Hafen ein schönes Motiv.

Für Burgliebhaber empfiehlt sich der Besuch von Malcesine. Wir haben mit der Fähre, welche bereits im Zeitraffervideo zu sehen war, den Gardasee überquert und haben einen schönen entspannten Nachmittag in Malcesine verbracht. Sehr zu empfehlen ist auch die Bergfahrt mit der Hochseilbahn auf den Monte Baldo.

Vor 2 Jahren waren wir schon einmal am Gardasee. Seit damals ist uns ein Städtchen nicht mehr aus dem Kopf gegangen und es ist uns aufgrund von 2 Ereignissen besonders in Erinnerung geblieben: Bardolino

  1. In Bardolino habe ich zum ersten Mal Bruschetta gegessen und seitdem habe ich vergeblich nach einer ebenso guten Bruschetta gesucht.
  2. Haben wir mehr oder weniger durch Zufall ein Weingut mit einem wirklich sehenswerten Weinmuseum entdeckt: ZENI

Grund genug um heuer wieder einmal einen Abstecher nach Bardolino zu machen um uns einerseits eine Bruschetta zu gönnen und andererseits unseren Weinvorrat wieder aufzustocken. Beides ist uns erfolgreich gelungen 😉

Unsere letzte Station am Gardasee hat uns nach Verona geführt, wo wir 2 1/2 Tage Hardcore-Sightseeing betrieben haben und das volle Touristenprogramm erfolgreich absolvierten:

Santuario Madonna di Lourdes:

Duomo:
Teatro Romano:
Aussicht über Verona vom Torre dei Lamberti:
Und die atemberaubende Arena:
Natürlich durfte auch der Besuch des berühmten Balkons von Julia nicht fehlen. Der Hof, in dem sich der Balkon befindet, war jedoch derart überfüllt, dass ich keine Möglichkeit hatte ein gutes Fotos zu schießen. Dieses Motiv und die Tomba Giuletta hebe ich mir somit für eine zukünftige Reise nach Verona auf :-)

lg
Euer Michael

Bella Italia – Bella Lago di Garda

Braun gebrannt und voller Elan, melde ich mich aus meiner Sommerpause zurück. :-)

Und damit ihr auch ein bisschen etwas von meinem Urlaub habt, habe ich euch auch ein paar Schmankerln mitgebracht. Unser diesjähriger Sommerurlaub führte uns nach Bella Italia an den Gardasee. Um genauer zu sein in das kleine Dörfchen Limone. Von dort aus konnten wir einerseits bei herrlichen Temperaturen den See genießen und während unserer Ausflüge hatte ich endlich wieder einmal Zeit, mich mit dem Thema Zeitraffer auseinanderzusetzen. Leider sind es diesmal nur 3 Szenen wobei ich aber auf den Mond-Zeitraffer besonders stolz bin. Das Ergebnis könnt ihr euch hier ansehen:

Technische Infos zu den Zeitraffern:
Alle Fotos für die Zeitraffer wurden mit der Canon 5d Mark II aufgenommen.

Für die Tagesaufnahmen habe ich ein Weitwinkelobjektiv (Sigma 12-24mm) mit 12 mm Brennweite verwendet.
Steg: ISO 100 – 1/125s – f11
Schifffahrt: ISO 100 – 1/125s – f11

Für die Mondaufnahmen habe ich mich für das 24-70er Canon Objektiv entschieden und mit 28mm Brennweite die Fotos gemacht.
Mondaufgang: ISO 100 – 2,5s – f 2,8

Weitere Fotos inkl. einem kleinem Reisebericht von Limone und dem Gardasee folgen demnächst.

lg
Euer Michael

24h in Washington

Eines gleich einmal vorweg: 24h sind für einen Fotografen wie mich eindeutig zu wenig. Es reicht um einen guten Überblick von Washington zu bekommen aber so Spielereien wie Nachtaufnahmen, Zeitrafferaufnahmen oder Zeit um stundenlang vor einer Sehenswürdigkeit zu verbringen bleibt leider keine.

Nach meinem ersten Business Class Erlebnis sind wir mehr oder weniger ausgeruht am Nachmittag am Washington Dulles Airport angekommen.

Wenn man schon nur 24h in Washington verbringt, sollte man sich sein Hotel mit zentraler Lage aussuchen. Für uns war eine gute Anbindung an den Flughafen und an das öffentliche Verkehrsnetz (sprich Metro) wichtig. Dadurch haben wir uns für das L’Enfant Plaza Hotel entschieden, da der Airport Bus seine Endstation direkt vor dem Hotel hatte und man die U-Bahn bequem über einen Aufzug im Hotel erreichen konnte.

Als begeisterter Basketball Fan durfte der Besuch eines NBA Spiels natürlich nicht fehlen. So kam es, dass wir uns nach dem Check-In im Hotel gleich in die Metro in Richtung Verizon Center geschmissen haben. Vor dem Stadion wurde bereits kräftig Stimmung gemacht.

Das Stadion selbst ist einfach gigantisch. Im Gegensatz zum Dukes Castle, wo man aus der letzten Reihe noch einen sehr guten Blick auf das Spielfeld hat, kann man im Verizon Center aus der letzten Reihe kaum mehr den Ball erkennen. Eines muss ich auch noch sagen: Die Stimmung im Dukes Castle ist ohne zu übertreiben, 1000 mal besser als bei einem NBA Spiel. Ein Erlebnis ist es aber alle mal.

Nach dem Match ging es dann wieder zurück ins Hotelzimmer, da wir am nächsten Tag ja früh aus dem Hotel wollten, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Folgende Sehenswürdigkeiten haben wir genau in dieser Reihenfolge besucht:

  • Kapitol
  • Washington Monument
  • Weiße Haus
  • World War 2 Memorial
  • Lincoln Memorial
  • Korean War Veterans Memorial
  • Nationalfriedhof Arlington

Unser erster Weg führte uns gleich zum Kapitol. Eigentlich war es das ideale Wetter und der ideale Ort um eine Zeitrafferaufnahme zu starten, jedoch wurde ich beim Aufbau meines Stativs gleich von einer Aufsicht zurückgepfiffen, da man ohne Genehmigung keine Aufnahme mit Stativ machen darf.

Deshalb ging es weiter zum Washington Monument und dann gleich direkt zum weißen Haus.

Am Weg zum Lincoln Memorial sind wir auch gleich beim World War 2 Memorial vorbeigegangen. Ich muss sagen, die Amis habens das Memorial-Bauen schon sehr gut drauf. Sie geben sich nicht mit einer einfachen Statue zufrieden, sondern gestalten gleich ein ganzes Areal.

Das Lincoln Memorial ist sicher schon 100.000 Mal fotografiert worden und jeder kennt die Frontalaufnahmen von dem „Mann auf dem Stuhl“. Daher wollte ich ihn mal von einer anderen Perspektive ablichten: über eine Detailansicht des Kopfes und eine Seitenansicht.

Noch beeindruckender als das World War 2 Memorial war das Korean War Veterans Memorial. Direkt in einen kleinen Park nebem dem Lincoln Memorial, sind lebensgroße Statuen aufgestellt worden, deren Gesichtsausdrücke die Anstrengungen des Krieges und die Ängste der Soldaten sehr gut nachvollziehbar machen.

Die letzte Station in Washington war für uns der Arlington Friedhof mit seinen berühmten weißen Grabsteinen. Die exakten Reihen von identischen Grabsteinen erinnern so gar nicht an europäische Friedhöfe. Das Fotografieren war hier gar nicht so leicht, weil die Rasenflächen alle abgesperrt sind und das Betreten eigentlich nicht gestattet ist. Trotzdem sind mir glaube ich ganz gute Aufnahmen gelungen, die den Charakter des Friedhofs widerspiegeln.

Nach dem Arlington Friedhof ging es dann direkt zurück ins Hotel und zurück zum Flughafen, wo wir unser Mietauto und den Bruder der Braut abgeholt haben. Aber das ist eine andere Geschichte 😉

Abschließend noch ein paar Tipps für euren nächsten Washington Trip:

  • Um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abzuklappern, reichen 24h. Washington ist jedoch auch für seine Museen sehr bekannt und wenn man auch noch andere Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Pentagon oder das älteste Haus in Georgetown besuchen möchte, sind 2-3 Tage sicher angebracht.
  • Wir sind bei unserer Sightseeing-Tour wirklich alles zu Fuß gegangen, nur für den Weg vom Arlington Friedhof zum Hotel haben wir uns für die Metro entschieden, da uns schon die Füße geschmerzt haben. Wenn ich erneut nach Washington fahre, werde ich mir wahrscheinlich ein Ticket für so einen Touristen „Hop on Hop off“ Bus leisten, da fast vor jeder Sehenswürdigkeit eine dieser Bushaltestellen ist. Das Problem mit der Metro ist, dass sich fast keine der Metrostationen direkt vor den Sehenswürdigkeiten befindet und der Weg von und zu einer Station fast genauso weit wie der direkte Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit ist.
  • Wenn man schon einmal in Amerika ist, und unbedingt ein NBA Spiel hautnah miterleben möchte, macht es sicher Sinn, mehr Geld für Tickets in einen der vorderen Sektoren in die Hand zu nehmen.
  • Jeder weiß, dass die Amerikaner nicht unbedingt für eine solide Bauweise bekannt sind. So kam es, dass die Fenster in unserem Hotel nicht ganz dicht waren und wir im 11. Stock den Straßenlärm ganz gut mitbekommen haben. Daher meine Emfpehlung: Oropax mitnehmen.
  • Jeder sollte einmal in seinem Leben Business Class geflogen sein :-)

lg
euer Michael

Wegen Urlaub und Krankheit geschlossen

Wie die meisten vielleicht bemerkt haben, gab es in der letzten Woche keinen neuen Blogartikel. Keine Angst, mir sind die Ideen nicht ausgegangen, ich war letztes Wochenende in Washington und Ocean City und habe dort meine erste Hochzeit fotografiert. Das war ein traumhaftes Erlebnis und es ist wirklich etwas besonders, wenn man als Außenstehender so nah am Geschehen dabei sein darf.

Leider habe ich mir beim Rückflüg eine ordentliche Verkühlung zugezogen (Klimaanalge sei Dank). Hier ist jetzt durchaus ein Mitleids „Ohhhhhh“ in den Kommentaren angebracht. Bis zu meinem nächsten Blogeintrag über Washington und meine Erfahrungen bei der Hochzeit werdet ihr euch noch ein bisschen gedulden müssen. Soviel sei aber schon gesagt: Die Fotos sind der Hammer 😉

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die Washington Fotos:

lg
euer Michael

Ein Tag auf Kuramathi in 60 Sekunden

Nachdem ich euch in einem meiner vorigen Beiträge bereits die Fotos von Kuramathi gezeigt habe, wollte ich euch die Zeitrafferaufnahmen auch nicht vorenthalten. Die Zeitrafferaufnahme besteht aus 6 komplett unterschiedlichen Sequenzen:

  • Sternenhimmel
  • Sonnenaufgang
  • Strand 1, 2 + 3
  • Sonnenuntergang

Am beeindruckendsten  finde ich den Sternenhimmel, da man hier deutlich die Bewegung der Sterne erkennen kann. He … Moment … welche Bewegung der Sterne??? Der aufmerksame Leser wird es bemerkt haben. Wieso bewegen sich die Sterne bei meinem Zeitraffer? Wie die meisten von euch wissen, bewegen sich die Sterne natürlich nicht wirklich. Diese scheinbare Bewegung der Sterne entsteht durch die Erdrotation und kann mittels einer Zeitrafferaufnahme sehr gut sichtbar gemacht werden. Was mich so fasziniert ist, dass die Sternenhimmelaufnahmen innerhalb von ca. 45 Minuten entstanden sind und man trotz der relativ kurzen Zeit, die Bewegung deutlich erkennen kann.

Nicht weniger beeindruckend und technisch eine viel größere Herausforderung waren der Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Das Problem bei diesen beiden Situation ist die sich stark ändernde Lichtsituation. Da man bei Zeitrafferaufnahmen wenn möglich im manuellen Modus fotografieren soll, um mögliches Flickern zu unterdrücken, steht einem nur ein sehr eingeschränkter Dynamikumfang für korrekt belichtete Bilder zu Verfügung. Grundsätzlich hat man dann zwei Möglichkeiten um trotzdem immer korrekt belichtete Fotos für eine Zeitrafferaufnahme zu machen:

  • manuelles Nachstellen der Belichtung während der Aufnahmen
  • automatik Modus der Kamera auswählen

Ich habe mich sowohl beim Sonnenauf- als auch beim Sonnenuntergang für die „sichere“ Variante, die Zeitautomatik, entschieden. Das hat, wie bereits erwähnt, den Nachteil, dass es zum Flickern kommen kann, da die Kamera vor jedem Schnappschuss eine Belichtungsmessung durchführt und die Belichtung jedes mal neu einstellt. Zum Glück gibt es Tools, die einem hier helfen das Flickern nachträglich zu entfernen (z.B. LRTimelapse). Falls jemand von euch einmal selbst Zeitraffer Aufnahmen machen möchte, kann ich euch meinen Blog Kollegen Gunther Wegner (http://gwegner.de/) sehr ans Herz legen. Er macht nicht nur atemberaubende Zeitrafferaufnahmen, sondern ist auch der Erfinder und Entwickler von LRTimelapse.

So nun wieder zurück zu meinem Zeitraffer :-)

Schlußendlich habe ich dann auch noch 3 Strandaufnahmen gemacht, da man hier natürlich den Flair und das Feeling von der Insel am besten einfangen kann. Genug geschwafelt: Um das Video in voller Pracht genießen zu können, solltet ihr die Qualität auf HD (Zahnrädchen und dann auf 1080P) stellen und in den Vollbildmodus wechseln. So … und hier jetzt das Video:

lg
euer Michael

Kuramathi – Der Traum einer Insel

Unser zweites Ziel in unseren 2. Flitterwochen waren die Malediven – um genauer zu sein Kuramathi Island. Ursprünglich als Erholungs- und Entspannungsurlaub gedacht, konnte ich dann doch nicht ganz von der Fotografie loslassen. Auch zum Leidwesen meiner Frau, denn so war sie auch hier nicht vom Schleppen meiner Kameraausrüstung befreit :-)

Mit den Malediven verbinden die meisten Menschen, exklusives Urlaubsfeeling mit traumhaften Stränden, türkisblauem Meer und eine atemberaubende Unterwasserwelt. Und genau so war es dann auch :-)

Und so stellt man sich den traumhaften Sandstrand und das Meer auf den Malediven vor:

Was das Schnorcheln anbelangt, so waren wir zu Beginn noch etwas vorsichtig und zaghaft unterwegs. Nach einer geführten Schnorchelsafari erkundeten wir das Korallenriff jeden Tag ein bisschen mehr. Ich war total von dieser lebhaften und farbenfrohen Unterwasserwelt begeistert. Zum Glück haben wir uns für diesen Urlaub auch eine Unterwasserkamera (Nikon Coolpix AW100) gekauft, sodass ich euch einen Einblick in die dortige Unterwasserwelt geben kann. Wir haben sogar ein paar Weißkehldoktorfische („Dories“) und Clownfische („Nemos“) entdeckt:

Aber nicht nur die Tiere unter Wasser, haben uns fasziniert. Auch die Tier zu Land und zu Luft zeigten sich von ihren schönsten Seiten. Am Lustigsten sind die Einsiedlerkrebse. Aus dem Augenwinkel sieht man, wie sich unzählige Muscheln langsam über den Sandstrand bewegen und geht man zu nah heran, macht es flutsch und schon sind die Krebse in ihren Muscheln verschwunden. Wenn man dann ein paar Sekunden wartet, kommen zuerst ganz langsam 2 Augen unter der Muschel hervor um die Lage zu checken.

Was wären unsere Flitterwochen ohne unsere Enten und so durften sie an einem unserer Schnorchelausflüge ins tiefe, weite Meer teilnehmen. Die restliche Zeit genossen sie genauso wie wir in der Sonne.

Obwohl wir beide keine Frühaufsteher sind, so darf zumindest ein Sonnenaufgang nicht fehlen. Mit den Sonnenuntergängen war es da schon einfacher.

Wir hatten das Glück, dass am Beginn unseres Urlaubs Neumond war und wir so einen gigantischen Blick in den Sternenhimmel hatten. Wenn man genau hinsieht, kann man sogar die Milchstraße erkennen:

Tipps für euren nächsten Malediven Urlaub:

  • Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor kann nicht schaden.
  • Falls ihr Schnorcheln gehen wollt, nehmt unbedingt ein T-Shirt mit, sodass ihr nicht so wie manch andere Urlaubsgäste auch noch beim Abendessen von alleine leuchtet.
  • Für Fotos unterhalb des Meeresspiegels empfehle ich entweder eine eigene Unterwasserkamera oder ein passendes Unterwassergehäuse für eure Kamera.
  • Für die Nachtaufnahmen (insbesondere die Langzeitbelichtungen für den Sternenhimmel) ist ein Stativ von Vorteil, idealerweise habt ihr jemanden, der euch dieses trägt und aufstellt. :-)
  • Ansonsten empfehle ich euch auch, ein oder zweimal die Kamera zu Hause zu lassen, sodass ihr euch voll und ganz auf die Natur konzentrieren und nicht zuletzt auch eurer Freundin, Frau oder Familie widmen könnt. :-)

Ich hoffe die Fotos und die Infos haben euch gefallen. Wenn ja, würde ich mich über eure Kommentare sehr freuen.

lg
euer Michael