Archiv für den Monat: Februar 2014

Das perfekte Fotografen-Notebook …

… gibt es nicht. Es müsste leicht, nicht zu groß und nicht zu klein, schnell, ein super Display haben und sollte billig sein. :-)

Ich war auf der Suche nach einem Notebook, was meinen Anforderungen als Fotograf erfüllen kann. Herausgekommen ist dabei folgende Liste, die ein Notebook an Anforderungen erfüllen soll.

Die Anforderungen

  • CPU sollte schnell aber auch stromsparend sein. Programme wie Lightroom und Photoshop sollten flüssig gehen und auch das Rendern von Zeitraffern sollte in einer halbwegs vernünftigen Zeit möglich sein. Ein High End Rechner ist aber nicht notwendig, da ich dafür ohnehin meinen Stand PC habe und das Notebook mich hauptsächlich unterwegs unterstützen soll.
  • Akkulaufzeit > 8h (ich möchte nicht immer zusätzlich zum Akku ein Netzteil mitschleppen)
  • Gewicht < 1,5kg (je leichter desto besser, ich möchte nicht ständig überlegen müssen, ob ich es mitnehmen soll oder nicht)
  • Größe um die 13″. Ich würde das Notebook viel auf Reisen mitnehmen. Daher darf es nicht zu groß sein. Ich möchte aber auch „vernünftig“ darauf arbeiten können und wenn ich Bilder etc. bearbeite auch etwas sehen. Daher vielen leider einige sehr interessante Modell wie z.b. das Surface 2 von Microsoft bereits in der Vorrunde raus.
  • Festplatte: unbedingt eine SSD, idealerweise mind. 256gb.
  • Arbeitsspeicher: 8gb
  • Preis: ~1000-1200€

Die Kanditaten
Mit diesem Steckbrief machte ich mich dann auf die Suche und konnte schlussendlich 3 Finalisten für die Finalrunde nominieren:

Diese drei Notebooks sind von der Ausstattung nahezu ident und unterscheiden sich nur in ein paar Kleinigkeiten, welche ich euch kurz erörtern möchte.

Ein gewichtiges Argument
Samsung ATIV Book: 1,13kg
Sony Vaio Pro: 0,94kg
Lenovo Ideapad 2: 1,35kg

Hier punktet ganz klar das Sony Vaio. Im Vergleich zum Samsung Notebook sind es „nur“ knapp 200g aber im Vergleich zum Ideapad sind es dann schon 400g.

Display & Auflösung
Alle besitzen ein 13,3″ Display.
Samsung und Sony haben sogar matte Displays, was natürlich für das Arbeiten in Außenbereichen und für das bearbeiten von Fotos ideal  ist. Beide besitzen eine Auflösung von 1920×1080 (entspricht also Full HD). Das Display vom Lenovo ist nicht matt und besitzt eine Auflösung von sage und schreibe 3200x1800px. Mittlerweile gibt es auch schon einige Programme, die auf  so eine hohe Auflösung ausgelegt sind, aber leider noch nicht alle.

Eine Besonderheit des Lenovos ist jedoch, dass es sich um ein sogenanntes „Convertible“ handelt. Das Display lässt sich komplett umklappen und kann dann wie ein normales Tablet bedient werden. Der Touchdisplay kann natürlich auch im normalen Notebook Modus verwendet werden. Hier hebt sich das Lenovo deutlich von den beiden anderen Notebooks hervor.

Sonstiges
Alle haben eine beleuchtete Tastatur, was natürlich super ist, wenn man in einem dunklen Kammerl sitzt um dort seiner Arbeit nachzugehen. Das Sony hat noch ein paar andere, nennen wir es einmal Gimmicks. Neben einem eigenen WLAN-Minirouter und NFC finde ich es sehr lobenswert, dass Sony zu ihrem Notebook gleich einen HDMI-VGA Adapter mitliefert. Somit steht einer Präsentation über einem Beamer nichts mehr im Weg.

Der Preis (stand 27.2.2014)
Samsung ATIV Book: 1174€
Sony Vaio Pro: 1138€
Lenovo Ideapad 2: 1234€

Die Entscheidung
Für mich war das geringe Gewicht und das matte Display entscheidend. Daher habe ich mich für das Sony Vaio Pro entschieden. Hinzu kam noch, dass es von allen drei das günstigste Notebook war.

Erste Erfahrungen
Als ich es das erste Mal in der Hand hielt, war es einfach unglaublich. So leicht und gut verarbeitet einfach super. Ich habe auch schon meine ersten Fotos und Zeitraffer damit bearbeitet.  Alles funktioniert bisher super. Das einzige was mir aufgefallen ist, dass aufgrund der kompakten Bauweise der Rechner recht schnell heiß werden dürfte, was dazu führt, dass der Lüfter recht schnell auf Hochtouren läuft. Das könnte den einen oder anderen vielleicht stören.

Ich denke, dass alle drei Notebooks sehr gut sind und ein faires Preis/Leistungsverhältnis anbieten. Gerade wenn man auch auf der Suche nach einem Convertible ist, und man die paar Gramm mehr in Kauf nimmt, macht man mit dem Lenovo Ideapad 2 nichts falsch. Ich hoffe ich konnte den einen oder anderen bei der Notebook Entscheidung weiterhelfen.

Ob das Sony Vaio Pro meinen doch etwas gehobenen  Ansprüchen gerecht wird, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Auf unserer USA Reise findet der erste Härtetest unter „realen“ Bedingungen statt. Falls es hier etwas Neues zu berichten gibt, lass ich es euch wissen.

Lg
euer Michael

Kranensee in der Seestadt

Kranensee … welch geniales Wortspiel und diesmal kommt es gar nicht von mir. *g*

Am Samstag machten wir einen Ausflug zur Seestadt. Ich hatte eher durch Zufall erfahren, dass um 17:30 „Kranensee – ein Ballett der Kräne“ stattfinden soll. Daher machten wir uns pünktlich auf den Weg um auch noch einen genialen Platz für dieses Spektakel der ganz besonderen Art zu ergattern. Ganze 30 Minuten sollte die Choreographie samt Musik dauern … so zumindest die offiziellen Information. Da ich mich in letzter Zeit auch beruflich wieder intensiver mit der Zeitraffer-Fotografie auseinandersetze, dachte ich mir was gibt es genialeres als 40 Kräne auf einmal aufzunehmen. Gesagt getan!

Als wir um 17:00 in die U-Bahn einstiegen, waren wir ganz froh, dass wir noch einen Platz in der recht vollen U-Bahn bekommen haben. Je näher wir uns der Endstation Seestadt näherten, desto voller wurde es. 5 Stationen vor der Endstation standen bereits extrem viele auf den Gleisen und erhofften sich noch einen Platz in der U-Bahn ergattern zu können.

Als wir in die U-Bahn Station „Aspern“ einfuhren, wunderten wir uns bereits, warum auf dem Bahnsteig Menschen in der Anzahl von ca. 3 gefüllten U-Bahnen standen. In dem Moment dachte ich mir noch: „Gott sei dank, dass wir bereits in der U-Bahn einen Platz haben“. Dann die Hiobsbotschaft:

„Endstation … bitte alle Aussteigen.“

Ich möchte euch jetzt nicht mit den Details langweilen, daher jetzt die kurze Variante:

Marie & Michael steigen in die andere U-Bahn und fahren 2 Stationen zurück – warten auf U-Bahn die bis Seestadt fährt – alle U-Bahnen voll – Marie & Michael fahren mit U-Bahn wieder nach Aspern – Marie & Michael gehen die letzten 3 Stationen zu Fuß zur Seestadt – Marie & Michael sind um 18:00 bei der Seestadt.

Gott sei Dank hatte zu diesem Zeitpunkt die Choreographie noch nicht begonnen und wir hatten auch noch genug Zeit um uns einen schönen  Platz für Zeitrafferaufnahmen zu suchen. Kurz nach 18:00 begannen sich dann die Kräne langsam zu etwas fragwürdiger Musik zu drehen und zu leuchten. Nach knapp 15 Minuten war das Spektakel dann auch schon wieder vorbei.

Um 19:15 (knapp eine Stunde nach Ende des Events) konnten wir dann endlich in eine U-Bahn einsteigen und uns auf den Heimweg machen.

Es war ganz spannend, so viele Kräne auf einmal in Bewegung zu sehen. Schade, dass es nur so kurz war und dass es erst gegen Ende der blauen Stunde stattgefunden hat.

Während wir wir dann warteten bis alle 14.000 Besucher in der U-Bahn verstaut waren, machten wir noch das eine oder andere Foto:

Kranensee

Verbesserungsvorschläge für die Veranstalter:

  • wenn man schon eine Veranstaltung mit einer Choreographie von 30 Minuten ankündigt, dann sollte diese auch zumindest annähernd so lange dauern.
  • sowohl bei der Hinfahrt, als auch bei der Rückfahrt war es aufgrund des hohen Andrangs ein Riesenchaos. Überfüllte U-Bahnen wie man es sonst nur aus Dokumentationen aus China kennt und Intervalle von 10???? Minuten.
  • bei 14.000 Zuseher hätte sich schon das eine oder andere Standl ausgezahlt. 😉

lg
Euer Michael

CSI: Wien

Vor knapp einer Woche bin ich wider meines Naturells zeitig aufgestanden, um einen Zeitraffer von der aufgehenden Sonne über Wien zu machen. Aber es hat sich ausgezahlt. Ein idealer Platz hierfür ist der Leopoldsberg. Hier hat man einen perfekten Blick über Wien. Nachdem ich am Vortag den Wetterbericht studiert habe, wusste ich dass es das ideale Wetter für Zeitrafferaufnahmen ist: windig und leicht bewölkt. Leider war es auch saukalt, sodass ich es vermied meine Hände aus den Handschuhen zu nehmen. Da ich aber auch Objektiv wechseln musste bzw. meinen Graufilter aufschrauben musste, bekam ich die Kälte sehr rasch zu spüren. Memo an mich: Wenn es wieder so kalt ist, eines dieser Wärmepads die man knicken kann mitnehmen … :-)

Nachdem ich mit den Zeitrafferaufnahmen fertig war, nutzte ich noch die Gelegenheit von der einzigartigen Stimmung, die mich ein wenig an das CSI: Miami Intro Video erinnerte. Bei Blende 11, 30 Sekunden Belichtungszeit, ISO 100 und 70mm entstand dieses Foto:

CSI Wien

Für alle nicht Wiener noch eine kurze Erklärung was man hier alles sieht. Von links nach rechts:

Alte Donau, Donauturm, Uno City, DC Tower (übrigens aktuell mit 250m der höchste Wolkenkratzer Österreichs), dann die neue Donau, die Donauinsel und die Donau mit ihren vielen Brücken, der Millennium Tower (202m) und ganz hinten rechts die Verbrennungsanlage Simmeringer Haide.

Um die lange Belichtungszeit überhaupt realisieren zu können, musste ich einen Graufilter oder auch ND-Filter genannt verwenden. In diesem Fall einen ND-1000 Filter. Der Filter wird dabei vorne auf das Objektiv montiert und lässt in diesem Fall 1000x weniger Licht durch. Das Ergebnis sind leicht verschwommene Wolken und eine fließende Donau :-)

Aja … bei so langen Belichtungszeiten nicht aufs Stativ vergessen 😉

lg
Euer Michael