Archiv für den Monat: Dezember 2013

Glück schenken!

Langsam aber sicher, kehrt auch bei uns der Weihnachtsfrieden ein. Der Stress der letzten Wochen und Monate lässt nach und man kann sich wieder auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben besinnen. Zeit für mich, auch mein heuriges Jahr noch einmal in Ruhe Revue passieren zu lassen. Und wenn ich mich so an das heurige Jahr zurück erinnere, so ist mir ein Ereignis ganz besonders in guter Erinnerung geblieben. Ich habe es schon mehrmals erwähnt und ich denke, dass jetzt die richtige Zeit des Jahres gekommen ist, um das Erlebte mit euch zu teilen.

Durch meine Schwester habe ich von der Initiative „Glück schenken“ (http://www.glueck-schenken.at/) erfahren, einer Initiative für Familien mit behinderten Kindern, die unter anderem einmal im Jahr eine sogenannte Intensivwoche in Lignano organisiert und finanziell unterstützt.
Dem Außenstehenden ist oft nicht bewusst, welche Anstrengungen die Pflege behinderter Kinder mit sich bringen. Eltern leisten dabei Großartiges und ebenso die gesunden Geschwisterkinder, die sehr oft ihre Bedürfnisse hintenan stellen müssen. Aus diesem Grund wurde die Intensivwoche in Lignano ins Leben gerufen, bei der Kindern mit Beeinträchtigung eine Rundum-Betreuung und Therapieangebote zur Verfügung gestellt werden, aber auch die Geschwisterkinder ein eigenes Rahmenprogramm bekommen und die Eltern die Möglichkeit haben sich untereinander auszutauschen. Als ich davon hörte, kam in mir sofort der Wunsch auf, diese Kinder und ihre Familien für ein paar Tage fotografisch begleiten zu wollen.

Gesagt getan: Ich habe bei der Projektleiterin Frau Dr. Baumgartner angefragt und nach einem persönlichem Kennenlernen in Linz, gab sie mir die Möglichkeit für 3 Tage die Familien in Lignano zu begleiten.
Für mich war das eine ganz neue Erfahrung. Ich selbst hatte bisher eigentlich noch keinen intensiven Kontakt zu Kindern mit Behinderung und wusste daher auch nicht so recht, was mich in diesen Tagen erwarten würde. Dementsprechend aufgeregt war ich auch.

Es ist wirklich schwer zu beschreiben, was ich in diesen 3 Tagen erleben durfte. Ich versuche es trotzdem. An der Woche sind mehrere Personen beteiligt. Da sind zum einen natürlich die Eltern, die Kinder mit Behinderung, die Geschwisterkinder, die Ärzte und die Kinderbetreuer. Die Kinderbetreuer sind allesamt im Alter zwischen 18 und 24 Jahren und opfern eine ihrer Ferienwochen um sich um die Kleinen zu kümmern. Wenn man es selbst nicht gesehen hat, kann man sich nicht vorstellen mit welchem Engagement und Hingabe diese jungen Menschen sich um „ihre Kinder“ kümmern, während die Eltern sich untereinander austauschen können oder in Gruppengesprächen mit den Ärzten über alles sprechen können, dass sie beschäftigt.

Ich freue mich, dass ich euch ein paar Impressionen von der Intensivwoche in Lignano zeigen darf. Für mich waren es auf alle Fälle sehr emotionale und auch sehr lehrreiche Tage, die ich als Fotograf mit allen Beteiligten verbringen durfte.

Jeden Vor- und Nachmittag war die Zeit für den Strand reserviert. Alle Beteiligten haben diese Zeit sichtlich genossen :-)

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In der Ferienanlage gab es sogar einen eigenen Wasserfunpark mit vielen Rutschen, welche nicht nur den Kindern, sondern offensichtlich auch den Kinderbetreuern und natürlich auch den Vätern, Müttern und Gescwhistern viel Spaß machte.
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Eine Kinderdisco durfte natürlich auch nicht fehlen. Und ich war nicht nur dabei sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes mittendrin. :-)
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Die Kinderbetreuer waren echt super und um es mit den Worten eines Elternteils zu sagen: „Solange es solche jungen Menschen gibt, brauchen wir uns keine Sorgen um unsere Zukunft machen.“
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Während die Kinder ihren Vormittag am Strand verbrachten, nutzten die Eltern die Zeit um in Kleingruppen Themen anzusprechen die sie beschäftigen.
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Und einmal durfte ich sogar aktiv an einer Männerrunde teilnehmen. Das waren für mich sehr berührende, emotionale aber auch traurige Momente, wenn man als Außenstehender Einblick in das Privatleben anderer Menschen bekommt, die es oft sehr schwer haben.
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Am Ende der Woche nutzte ich noch einmal die Chance um mit den Eltern der Kinder zu sprechen. Das Feedback der Eltern zu dieser Woche war durchgängig positiv. Für viele war es der erste richtige Urlaub seit langem und für alle war es wieder eine Zeit um Kraft für die nächsten Monate zu sammeln. Wenn man nicht selbst mit ihnen gesprochen hat, ist das ganz schwer zu beschreiben und zu begreifen, wie dankbar diese Menschen für diese paar Tage sind – auch wenn es kein Urlaub ist, so wie wir es kennen.

lg + frohe und besinnliche Weihnachten
wünschen euch Marie & Michael

PS: Sollte der eine oder andere von euch noch auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk sein, gibt es eigentlich nichts besseres, als wenn man sich mit dem einen oder anderen Euro an diesem einzigartigen Projekt beteiligt http://www.glueck-schenken.at/. Es wäre toll, wenn mir der eine oder andere dann auch kurz schreiben würde, wenn er durch meinen Artikel den einen oder anderen Euro gespendet hat, damit diese wunderbare Idee auch noch in Zukunft vielen Familien eine Woche „Urlaub“ bescheren kann.

Endlich frei!

Zuerst schreibe ich 2 Wochen lang keinen Beitrag und jetzt gleich 3 innerhalb weniger Tagen :-)

Aber aus gegebenem Anlass ist dieser Blogeintrag eigentlich Pflicht und für alle Hobby- und Profifotografen gleichermaßen interessant. Am 18. Dezember 2013 hat der Verfassungsgerichtshof entschieden, dass die Reglementierung des Gewerbes Berufsfotograf aufgehoben wird. Somit ist/wird Berufsfotograf auch in Österreich endlich ein freies Gewerbe. Wer die Details lesen will kann dies hier gerne tun.

Aus meiner Sicht war dies ohnehin schon längst fällig. Als ich heuer meinen Entschluss getroffen habe, mich selbstständig zu machen, musste ich zuerst ein paar Hürden auf mich nehmen. So war es mir am Anfang nur gestattet B2B Aufträge anzunehmen. Da ich nicht noch 3 Jahre auf die Hochzeitsfotografie warten wollte, entschloss ich mich für die Meisterprüfung. Und wie die fleißigen Leser unter euch wissen, habe ich diese auch bestanden :-). Zu diesem Zeitpunkt wusste ich ja leider noch nicht, dass auch in Österreich noch Weihnachtswunder geschehen können. Auch wenn ich mir die Meisterprüfung (und die damit verbundenen Kosten) somit ersparen hätte können, möchte ich nicht auf die Erfahrungen die ich in dieser Zeit gemacht habe, verzichten. Ohne sie hätte ich nicht die wunderschönen Erfahrungen mit den Innsbrucker Hotels (Der geräucherte Prüfling und Warum man immer mit der Frau auf Urlaub fahren sollte) machen und Freunde fürs Leben finden können.

Ich möchte euch natürlich nicht die Presseaussendung der Fotografeninnung vorenthalten, wobei ich ehrlich gesagt, in (fast) keinem der Punkte mit „meiner“ Innung übereinstimme: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20131218_OTS0214/verfassungsgerichtshof-laesst-konsumenten-alleine

Besonders witzig fand ich folgenden Absatz der Presseaussendung:

Anders als der Freizeitfotograf verfügt der geprüfte Meisterfotograf über das notwendige Wissen und die Fähigkeit, einen Auftrag des Kunden zu dessen Zufriedenheit durchführen zu können. Immerhin gehe es darum, unwiederbringliche  Ereignisse durch Fotos und (Video-)Filme als persönliche Erinnerungen für den Kunden festzuhalten, was entsprechende fachliche Kenntnisse voraussetzt. Ohne diese Sicherheit müssen sich Kunden von nun an für jeden fotografischen Auftrag die dazu befähigte Firma suchen, z.B. für Passbilder die Firma X, für Portraits die Firma Y, für Werbung die Firma Z – eine Lösung, die den Konsumenten verwirrt.

Ich bin schon gespannt, wie viele „verwirrte“ Konsumenten es dann aufgrund der „schier“ unendlichen Möglichkeit an Fotografen geben wird ;-). Wenn man sich den ganzen Pressetext dann durchliest, kann man ja eigentlich nur den Kopf schütteln.

Ich freue mich sehr für alle angehenden Fotografen unter euch, dass diese Hürde beseitigt wurde und wir uns nun endlich wieder auf das konzentrieren können, was uns am meisten Spaß macht: DAS FOTOGRAFIEREN

lg
euer Michael

2. Vienna Wedding Punsch …

… und Marie und ich waren dabei. Am Dienstag fand der 2. Vienna Wedding Punsch am Schönbrunner Christkindlmarkt statt bei dem sich eine kleine aber feine Runde rund ums Thema Wedding getroffen hat. Neben den äußerst sympathischen Hochzeitsfotografen Thomas Steibl und Cornelia, Roland und Daniela von Linse 2 und Pia Clodi haben wir uns besonders über die neuen Kontakte zu den anderen Genrevertretern aus der Hochzeitsbranche gefreut.

Rückblickend betrachtet hätte unsere Hochzeit vielleicht ein wenig anders ausgesehen, wenn wir den einen oder anderen schon früher kennengelernt hätten. :-)

Zum einen würden wir heute nicht mehr auf ein professionelles Film Team wie es Jakob und Ben von Sequence Five sind verzichten. Beide sind nicht nur äußerst sympathisch, sondern auch ihre Arbeit überzeugt auf der ganzen Linie. Ihr müsst euch unbedingt das letztes Hochzeits-Video von ihnen ansehen.

Zum anderen erinnern wir uns noch sehr gut und gerne an unsere Bastel-Sessions für unsere eigenen Hochzeitseinladungen, Menükarten, Tischkärtchen etc. Bevor wir uns dazu entschlossen hatten die Kärtchen und alles selber zu machen, hatten wir vergeblich versucht qualitativ hochwertige und dennoch preiswerte Einladungen zu finden. Wir haben zwar viel gefunden, aber die meisten Seiten waren aus Amerika. Gestern durften wir die äußerst sympathische Verena von Papierhimmel kennenlernen. Wenn es damals schon diese Online-Hochzeitspapeterie gegeben hätte, wir hätten sicher auf ihr Angebot zurückgegriffen. Das Angebot reicht von Einladungen, Save the Dates, Namenskärtchen, Menükarten, Tischnummern, Etikette über Sticker für Give Aways bis hin zu Kirchenheften, Dankeskarten, Kuverts u.v.m..

Papierhimmel

Abschließend möchte ich euch auch noch Viktoria vorstellen, welche sich auf das Dekorieren spezialisiert hat. Sie kümmert sich um sämtliche Dekorationsaspekte wie Gastgeschenke, Leihmöbel, Zigarrenlounge, Tischkarten und vieles mehr. Ihr müsst euch unbedingt die Beispiele auf ihrer Homepage von Lovely Weddings ansehen. Einfach traumhaft!

Wir haben uns von Anfang an sehr wohl gefühlt, was hauptsächlich daran lag, dass wir sofort in diese kleine Runde freundlich aufgenommen wurden.
Solltet ihr mit dem einen oder anderen Kontakt aufnehmen, schadet es sicher nicht, wenn ihr erwähnt, dass ihr von „Marie & Michael“ kommt :-).

Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Vienna Wedding Meetup im Jänner und natürlich auf die gemeinsame Zeit!

lg
Marie & Michael

Las Vegas wir kommen!

Nein … wir heiraten nicht. Das haben wir ja schon bereits hinter uns. 😉

Auch wenn wir selbst nicht heiraten, so führt uns doch das Thema Hochzeit in die größte Stadt Nevadas: Las Vegas! Die weltgrößte Wedding und Portrait Photography Convention hat gerufen und wir haben ihr Rufen gehört :-)

Im Februar/März 2014 wird es soweit sein: In Las Vegas treffen sich wieder einmal die weltbesten Hochzeitsfotografen auf der größten Hochzeitsmesse. Wir haben schon viel über diese Messe gehört und von befreundeten Hochzeitsfotografen den Tipp bekommen, dass man zumindest einmal auf der WPPI gewesen sein muss. Und nächstes Jahr ist es nun auch für uns soweit.

Als Fotograf ist man ja ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, wie man sich selbst und seine Fotografie weiterentwickeln kann. Die beste Möglichkeit ist natürlich, wenn man Fotografen über die Schulter schauen kann und wenn diese dir ihre Tricks verraten. Nachdem wir gesehen haben, welch unglaubliche Dichte an großartigen Hochzeitsfotografen man auf so engen Raum innerhalb kürzester Zeit treffen kann, haben wir keine Sekunde mehr gezögert: Wir wollen natürlich von den Besten lernen! Der Flug ist deshalb schon gebucht, das Hotel ist reserviert und der Conference Pass bereits gekauft. Jetzt muss nur noch der Februar kommen.

Zum einen werden wir zahlreichen Vorträgen lauschen und uns auch mit anderen Fotografen vernetzen, um so das Beste für unsere Hochzeitspaare aufschnappen und anwenden zu können. Zusätzlich dazu gibt es auf der WPPI auch eine Expo, bei der man die technischen Neuigkeiten nicht nur ansehen sondern auch ausprobieren kann. Neben technischem Equipment, sind wir auch schon sehr neugierig darauf, uns zum Beispiel einen Überblick über die verschiedenen Anbieter von Fotobüchern machen zu können. Gerade für Fotobücher ist das Look & Feel ja entscheidend, und das kann man sich über Websites meistens nicht gut vorstellen.

Hier bekommt ihr einen ungefähren Eindruck, was uns auf der WPPI 2014 erwartet.

Nachdem bei einer amerikanischen Messe sicherlich andere Dimensionen als in unserem kleinen Österreich herrschen, werden wir natürlich versuchen, die dortige Stimmung und die Ausmaße der Messe für euch festzuhalten und auf unserem Blog zu posten. Gespannt sind wir auch schon auf die Art der Vorträge, die sicherlich mit vielen Show-Effekten und Emotionen geprägt sein werden.

Falls der eine oder andere von euch ebenfalls auf der WPPI sein wird, sagt uns Bescheid, wir würden uns sehr freuen euch kennenzulernen!

Wir freuen uns schon wahnsinnig auf spannende und inspirierende Vorträge sowie neue Ideen im Bereich der Hochzeitsfotografie. Damit uns das Warten bis dahin etwas verkürzt wird, werden wir im Dezember und im Jänner auch das erste Mal an den kleinen aber feinen Wedding Meetups in Wien teilnehmen. Die nächsten Monate werden definitiv spannend werden und wir werden viele neue Gesichter kennenlernen!

lg
Marie & Michael

PS: Falls jemand weiß, wofür das I in WPPI steht, das würde uns interessieren 😉