Archiv für den Monat: August 2013

Meine Immer-Dabei-Kamera

Lange Zeit war ich auf der Suche, nach einer qualitativ hochwertigen, aber dennoch kompakten Kamera. Die Kamera sollte 3 Anforderungen erfüllen:

  1. kleiner und leichter als meine Spiegelreflexkamera
  2. Manuelle Einstellmöglichkeiten der Belichtung und Blende und die Möglichkeit in Raw aufzunehmen wie bei einer Spiegelreflexkamera
  3. ein optischer Sucher

Ich habe mich lange erkundigt und mir viele Kameras angesehen, bevor ich mich für die FujiFilm X20 entschieden habe. Ursprünglich wollte ich die FujiFilm X100s, jedoch diese war mit knapp 1250€ preislich nicht drinnen.

Mittlerweile gibt es ja schon viele Kameras, die die ersten beiden Kriterien erfüllen. Wie sich schnell herausstellte, war der optische Sucher das entscheidende Kriterium, warum viele andere (vor allem Systemkameras) nicht zur Auswahl standen. Der Grund, warum ich unbedingt einen Sucher wollte ist relativ einfach erklärt. Zum Einen wollte ich nicht ständig das LCD Display und somit den Akku beanspruchen und zum Anderen fühlt es sich einfach besser an, wenn man die Fotos durch einen Sucher macht. 😉 Ich habe mir die digitalen Suchen einiger Hersteller angesehen und zum damaligen Zeitpunkt war jeder dieser digitalen Sucher so träge, das ich das Gefühl hatte, das sie 1 Sekunde nachziehen. Daher wollte ich unbedingt einen optischen Sucher haben.

So fiel recht schnell die Wahl auf die FujiFilm X20. Ich gebe zu, dass vor allem der geniale Retrolook maßgebend meine Entscheidung für die FujiFilm beeinflusst hat. Als ich sie das erste Mal sah, wollte ich sie sofort haben.

Nachdem ich sie nun schon ein paar Monate besitze, wollte ich euch auch meine persönliche Einschätzung zur FujiFilm X20 geben. Während die ersten beiden Kriterien zu 100% erfüllt wurden, bin ich mit der Umsetzung des optischen Suchers nicht zufrieden. Ich bin halt von meiner Canon 5D Mark III doch einiges Besseres gewohnt.

Zum einen sieht man das Objektiv bei der Weitwinkeleinstellung, was mir aber schon vor dem Kauf bekannt war. Zum anderen ist der Sucher so klein, dass ich mir etwas schwer tue durch die Kamera durchzugucken. Was mich aber am meisten am Sucher stört, die Tatsache, dass man recht wenig Zusatzinformationen im Sucher angezeigt bekommt. So ist die Auswahl des Autofokuspunktes nur über das LCD Display möglich. Weiters ist die Anzeige der Belichtungsmessung recht dürftig. Durch einen kleinen grünen Pfeil nach oben/unten wird grob angezeigt, ob man mit der aktuellen Einstellung über oder unter belichtet. Jedoch ist nicht ersichtlich, wieviele Blendenstufen daneben man daneben liegt.

Der Nachteil des doch recht dürftigen Suchers ist natürlich, dass das LCD Display quasi die ganze Zeit läuft und um auch im Sonnenlicht zu bestehen auf voller Leistung läuft. Dadurch leidet der Akku sehr. Ein zweiter Akku ist eigentlich Pflicht.

Bis auf den Sucher überzeugt die FujiFilm X20 auf allen Linien. Der Autofocus ist schnell und präzise. Die Qualität der Fotos ist für diese Preiskategorie gut und das Rauschen auch bei hohen ISO Einstellungen brauchbar. Schwerst genial ist auch der Makro Modus mit einer Naheinstellgrenze von 1cm. Also für alle Makro Freeks unter euch, ist die X20 defintiv eine absolute Empfehlung.

Eines meiner Lieblingsfotos unseren letzten Sardinien Urlaubs kennen die treuen Leser unter euch bereits. Als ich dieses Motiv sah, war ich echt froh, dass ich meine Immer-Dabei-Kamera dabei hatte. Diese Kombination aus Licht, Schatten und Wolkendecke gibt es nur einmal :-)

Sardinien Appetizer

Falls ich mir heute wieder eine „Immer-Dabei-Kamera“ kaufen würde, würde ich mir noch einmal die Systemkameras genauer ansehen. Dennoch ist die FujiFilm X20 was Bildqualität, Verarbeitung und sonstige Funktionen angeht eine super Kamera. Wenn man gänzlich auf einen Sucher verzichten kann, wäre möglicherweise auch die Sony DSC-RX100 eine brauchbare Alternative.

Und nun noch ein bisschen Werbung in eigener Sache :-)
Im September finden wieder die Workshopwochen statt und für alle die sich bis Ende August für einen Workshop anmelden habe ich noch etwas ganz besonderes:

Bring your Friend! 50% Ermäßigung auf jeden Photowalk/Workshop wenn ihr euch zu zweit anmeldet. Mit Freunden fotografieren mach doppelt so viel Spaß. Deshalb gibt es bis Ende August noch die Möglichkeit sich gemeinsam mit einem Freund für einen der September Photowalks oder Workshops anzumelden und ihr spart jeweils 50% zum regulären Preis. Kommende Woche Mittwoch geht es bereits mit dem Themenphotowalk los. Einzige Voraussetzungen sind Spaß am Fotografieren und eine eigene Kamera (eine Spiegelreflex ist für den Themenphotowalk nicht nötig). Ich freue mich schon sehr auf euer kommen.
Anmelden könnt ihr euch einfach mit einer Mail an office@boesendorfer-photography.com oder direkt auf der Homepage. Einfach anmerken, dass ihr die „Bring your Friend“ Aktion nutzen möchtet.

lg
euer Michael

Die besten Fotoblogs Österreichs

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu und das heißt für mich wieder mehr Zeit um Blogartikel zu schreiben, aber auch zu lesen. Am liebsten lese ich natürlich Blogs rund ums Thema Fotografie. Während es unzählige deutesche Fotoblogs gibt, sind österreichische Fotoblogs eine wahre Seltenheit. Gute österreichische Fotoblogs zu finden ist eine wahre Herausforderung und ich liebe Herausforderungen 😉

Deshalb habe ich mich einmal auf die Suche gemacht und möchte euch nun die besten Fotoblogs Österreichs vorstellen.

dielyra – http://dielyra.wordpress.com/
Immer wieder äußerst interessante Beiträge. Die meisten handeln von Alltagsgeschichten einer jungen Studentin in Wien, begleitet von außergewöhnlichen Fotos. Unbedingt lesen!

steven – http://steven.at/
Den Blog von Steven habe ich erst vor kurzem entdeckt und daher kann ich noch nicht all zu viel darüber erzählen. Er arbeitet am liebsten Analog und seine Fotos sind allesamt einzigartig.

Evis lens – http://evislens.com/
Evis lens ist der einzige englischsprachige österreichische Fotoblog den ich gefunden habe. Evi ist eine junge ambitionierte österreichische Fotoschul-Studentin. Ihre Berichte und Fotos überzeugen auf der ganzen Linie. Definitiv lesenswert!

Geri – http://www.geri.at/wordpress/ Geris Fotoblog steht auch erst seit kurzem in meiner Must-Read Blogliste. Immer wieder spannende Fotos mit Blick auf das Wesentliche.

Michael fotografiert – http://michaelfotografiert.com
Natürlich darf in der Liste der österreichischen Fotoblogs, dieser hier nicht fehlen. Seit Jänner 2012 schreibe ich regelmäßig über fotografische Themen.

Wie ihr sehen könnt, ist die Liste der österreichischen Fotoblogs im Moment noch relativ kurz. Falls ihr auch noch andere lesenswerte österreichische Fotoblogs kennt, lasst es mich wissen, ich werde die Liste ergänzen. :-)

lg
euer Michael

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Gegenlichtaufnahmen sind immer etwas Besonderes und nicht so einfach mit einem Automatikmodus zu erreichen. Deshalb hat es früher oft geheißen, dass man nicht gegen das Licht fotografieren soll, weil das wird doch eh nix. Die heutigen Fotos stammen von Anfang Sommer. Sie sind gegen die untergehende Sonne fotografiert und gefallen mir so gut, dass ich sie euch nicht vorenthalten möchten. :-)

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man gegen das Licht fotografieren kann. Zum Beispiel mit zusätzlichen Lichtquellen wie einem Aufsteckblitz oder einem Reflektor. Eine weitere Möglichkeit ist, als Belichtungsmessung die Spotmessung auszuwählen.

Um diesen speziellen Look zu erreichen, kam ich jedoch ganz ohne zusätzliche Hilfsmittel zurecht. Nachdem ich zuvor mit der Spotmessung und dem Aufsteckblitz nicht das gewünschte Ergebnis bekommen hatte, habe ich auf den Manuellen Modus umgestellt. Um etwas Ruhe in das Bild zu bringen, entschloss ich mich die Blende relativ weit zu öffnen (f 5,6). Dadurch ergibt sich dieses angenehme Bokeh. Zusätzliche stellte ich die Verschlusszeit auf 1/200 Sekunde und die ISO auf 100. Als Brennweite habe ich beide Male 70mm genommen.

Gegenlicht Portrait 1

Bei diesen Foto hab ich sogar die Blende noch weiter geöffnet (f 2,8). Dadurch hebt sich das Portrait noch mehr vom Hintergrund ab.

Gegenlicht Portrait 3

Das spannende an dem Gegenlicht ist, dass dadurch das Haar von hinten aufgehellt wird und so einen schönen Saum erzeugt. Mir gefällts :-)

lg
euer Michael

Warum ich die Food Photography liebe :-)

Na das ist ja offensichtlich … wer mich kennt weiß, ich esse gerne und am besten natürlich mit Liebe zubereitete Mahlzeiten. Da kam es mir sehr gelegen, dass ich für den ersten Food Photography Auftrag ca. 7 frisch und mit Liebe zubereitete Gerichte essen fotografieren durfte.

Ausgerüstet mit Stativ, meinem mobilen Fototisch und meiner Studioblitzanlage, machte ich mich mit leerem Magen auf den Weg. Das mit dem leeren Magen bereute ich bereits, als ich den ersten Fuß in das provisorisch eingerichtete Fotostudio machte. Es roch dermaßen gut nach Essen, das ich eigentlich gleich zum zweiten Teil der Food Photography schreiten wollte. Aber, gut erzogen wie ich bin, zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Mein Fototisch bot, mit seiner weißen Hohlkehle, den perfekten Hintergrund. Ich entschied mich dafür, das Licht von hinten bzw. schräg hinten, einfallen zu lassen, da so die Struktur des Essen perfekt hervorgehoben wird und das ganze etwas spannender wirkt. Damit die Schattenseite dann nicht zu dunkel wird und die Schatten somit absaufen, verwende ich einen weißen Reflektor zum Aufhellen. Hier kann ich euch gerne den 5in1 Faltreflektor von Matin empfehlen (gekauft bei EnjoyYourCamera). Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

SchnitzelWeinkaraffeCafe LatteMohr im Hemd

Als verantwortungsvoller Food Fotograf, hat man natürlich auch die Pflicht, die von einem abgelichteten Motive zu verkosten. Gar nicht so einfach, wenn man so erzogen wurde wie ich:

Was auf den Teller kommt, wird aufgegessen 😉

lg
euer Michael