Archiv für den Monat: März 2013

Pfadfinder und Fotografen haben eines gemeinsam

Nein … nicht „Jeden Tag eine gute Tat“. Sondern „Allzeit bereit“. Nachdem wir uns einen schönen Skitag auf der Tauplitz gönnen wollten, das Wetter aber nicht auf unserer Seite war, musste ein Ersatzplan herausgearbeitet werden. Ich als alter Pfadfinder, nahm sofort die Planung für den heutigen Ausflug in Angriff. Da unser Hotel (Mondi-Holiday Hotel, übrigens sehr zu empfehlen) direkt am Grundlsee gelegen ist, und ich meine Fotoausrüstung in weiser Voraussicht mitgenommen hatte, bot sich eine Umrundung des Grundlsees an.

Nachdem der Grundlsee laut meinen Informationen ca. 6km lang und knapp 1km breit ist, beträgt die zurückzulegende Strecke (6+1)x2 km = 14km. Bei einer anzunehmenden Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 5km/h ergibt das nach Adam Riese theoretisch 3 Stunden. Wobei hier schon ein kleiner Puffer für eine kurze Verschnaufpause mit eingerechnet ist.

So machten wir uns um ca. 10:17 Ortszeit von unserem Hotel (MONDI-HOLIDAY HOTEL), welches übrigens sehr zu empfehlen ist, auf. Aufgrund der kurzen Wegstrecke verzichteten wir freiwillig auf jeglichen Reiseproviant und stürzten uns ins Abenteuer.

Grundlsee 1Seit dem Hotel hatten wir keine Menschenseele mehr erblickt. So schlenderten wir einsam in der verlassenen Landschaft herum. Nach der ersten anstrengenden Bergetappe entschlossen wir uns um 10:27 eine erste kurze Pause einzulegen. Schon jetzt bereuten wir, auf unser Reiseproviant verzichtet zu haben.

Grundlsee 2

Aber jetzt gab es kein zurück mehr. Da wir ja schon so gut wie um den See waren und wir im Notfall auch frisches Wasser aus den reißenden Flüssen trinken könnten, entschieden wir uns, unseren Weg über Steine und durch die reißenden Flüsse fortzuführen.

Grundlsee 3Nachdem wir das erste Waldstück hinter uns gelassen hatten, konnten wir einen traumhaften Ausblick auf den See genießen.

Grundlsee 4Grundlsee 5

Auf dem Rückweg entdeckte ich dann unser Traumhaus und unseren Lebensbaum. Ja Rückweg … ich weiß … eigentlich hat eine Runde gar keinen Rückweg. Aber nachdem wir ca. 1 1/2 Stunden nach dem Startschuss laut Google Maps erst ein Viertel des Sees erkundet hatten, ordnete ich einen taktischen Rückzug an. Mir war es einfach zu riskant, ohne Proviant und offensichtlich mit gefälschten Landkartendaten, das Abenteuer Grundlseeumrundung fortzusetzen.

Grundlsee 6

Dennoch kamen wir planmäßig 3 Stunden um exakt 13:14 nach unserem Aufbruch nur leicht durchnässt und frohen Schrittes wieder in der Basisstation an.

Das Ergebnis des Hinspiels lautet daher:

Grundlsee 1 : Team Michael 0

Aber uns hat es hier so gut gefallen, dass wir vielleicht noch einmal vorbeikommen um unsere Umrundung zu Ende zu bringen. So einfach geben wir uns nicht geschlagen. Ob das in 3h Stunden möglich ist, oder ob ich meine Schätzung doch noch korrigieren muss, sei für heute einmal dahingestellt. :-)

Für alle die noch ein paar Tipps erwartet hatten:

  • Die Belichtungsmessung der Kamera lügt euch an, wenn es darum geht, große weiße Fläche, wie z.b. eine mit Schnee bedeckte Wiese zu fotografieren. Würdet ihr mit der vorgeschlagenen Belichtung arbeiten, wäre das Ergebnis ein graues Bild. Um dem entgegen zu wirken, könnt ihr das Foto absichtlich 1-2 Blendenstufen überbelichten. So bekommt ihr ein schneeweißes Foto.
  • Ein Regenschirm ist nur bedingt zum Fotografieren geeignet.
  • Traue niemals Adam Riese. 😉

lg
Euer Michael

Die Straßen Bratislavas

In letzter Zeit versuche ich immer öfters in Serien zu denken und zu fotografieren. So habe ich mich bei meinem letzten Bratislavaaufenthalt dazu entschlossen, das Thema „Straßen“ herauszugreifen. Dabei sind folgende Fotos entstanden:

Straßen_Bratislavas_1 Straßen_Bratislavas_2 Straßen_Bratislavas_3 Straßen_Bratislavas_4 Straßen_Bratislavas_5

Ich habe mich für eine schwarz/weiß Umwandlung entschieden, weil ich die Strukturen, Formen und Linienführung besonders hervorheben wollte. Obwohl an dem Tag keine Sonne geschienen hat und es teilweise sogar geregnet hat, hat sich der Ausflug definitiv gelohnt. Das zeigt wieder einmal mehr, dass es kein schlechtes Wetter fürs Fotografieren gibt (nur schlecht angezogene Fotografen) :-).

lg
Euer Michael